holunderbeeren semifrust

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heute war wieder ein schöner tag im burgenland. unter anderem entstand eine holunder-apfelkonfitüre, um deren verteilung sich schon ein kleiner kampf anbahnt. vorgestern habe ich beim laufen eine unbekannte abzweigung genommen und dadurch eine wunderschöne strecke entdeckt. ich lief völlig begeistert durch wald und flur und erspähte reiche holundervorkommnisse am wegesrand. diese waren durch breite brennesselvorkommnisse geschützt und ich beschloss am nächsten tag mit gummistiefeln und jeans gewappnet einen umfangreichen erntefeldzug zu starten. als ich entdeckte dass ich mich auf einem 12,5 km langem rundweg befand, beschloss ich auch, besser mit dem auto hinzufahren. dies geschah dann in begleitung einer meiner reizenden gastgeberinnen, ihrem kleinen kinderwagenfahrendem sohn und der fast sechsjährigen lena. lena ist meine neue freundin und verlässt meine seite nur unter anwendung von zwang. die treue seele hatte sich aber nun beeren ernten anders vorgestellt. als echtes stadtkind hatte sie die vorstellung, dass man mit dem auto irgendwohinfährt, aussteigt, sich die beeren von selber sammeln, während wir in einem kaffeehaus sitzen und wir dann alle mit den beeren munter wieder nach hause fahren. ja nun wir alle wissen wie das im leben ist, es kommt anders als man denkt… leider auch für mich. denn als ich mich in geeigneter kleidung durch die brennesseln gearbeitet hatte musste ich feststellen, dass fast jeder holunderbusch von einer mysteriösen krankheit befallen war. die beeren waren leicht angetrocknet und von dünnen spinnweben überzogen. DAS WAR BEI FAST ALLEN BÜSCHEN SO! unser eimer blieb also fast leer und wir zogen enttäuscht von dannen. an umfangreiche mengen sirup war so nicht zu denken. gottseidank gibt es in dem entzückenden haus meiner gastgeber eine garten mit vielen apfelbäumen. da haben wir heute ein paar kilo geernetet und folgende konfitüre gekocht:

3 kg geschält, entkernte und geviertelte äpfel werden mit einem halben kilo zucker, einem glas wasser und dem saft zweier zitronen weichgekocht und stückig püriert. dazu gibt man  2 tütchen 3 zu 1 gelierpulver und wenn alles einmal aufgekocht ist noch 500 g (wenn man mehr hat auch mehr) entstielte und gewaschene holunderbeeren. die mischung lässt man auch nochmal kräftig aufkochen. dabei immer umrühren. das ganze wird dann in heiß ausgewaschene gläser abgefüllt. das ergebnis ist eine sehr wenig süße und durch die holunderbeeeren leicht herbe konfitüre. mit wirklich so einer hübschen farbe!

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Ein Kommentar

  1. Anonymous · September 1, 2010

    Meine liebe Tante, was für eine herrliche Geschichte…!

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