nach der paella – kleiner spaziergang durch das moderne valencia

nach dem paellaessen in l’estimat sind wir glücklich und zufrieden. viel können wir nicht mehr leisten. der letzte sinnvolle gedanke unserer blutleeren vom wein angenehm umnebelten hirne ist: bewegung! frische luft! wir geniessen die meeresbrise am strand und laufen in richtung marina. die schicken anlagen vom americas cup sind menschenleer, die verlassenen hallen der segelteams zeugen vom glanz vergangener zeiten, als die alinghis und oracles dieser welt voll aufgetakelt verzweifelt auf eine brise warteten.

wir laufen tapfer weiter und gelangen ans trockengelegte flussbett des turia. die trockenlegung geschah quasi aus rache wegen einer schlimmen überschwemmung in den fünfziger jahren und seitdem wurde das flussbett in einen park verwandelt, der die stadt linear durchzieht. ein gewinn der stadt, an den angeblich schon die araber gedacht haben. aber die waren ja eh so fortschrittlich. damals.

am bis dahin unterentwickeltsten ende des flussbettes, in der nähe des hafens durfte sich der in valencia geborene architekt santiago calatrava im vergangenen jahrzehnt mit verschiedenen bauten und brücken austoben.ganz sicher ist calatrava ein star wars fan so wie ich. die von ihm entworfene Ciutat del les Arts i de les Ciències zeugt von einer tiefen verbundenheit zur science fiction trilogie. es gibt ein mutterschiff, das ist eine nicht von wissenschaftlern genutzte wissenschaftsanlage die versucht mit semi-interessanten ausstellungen zu dinosauriern und astronomie zu punkten. als kind habe ich immer bedauert nicht wie prinzessin leia mit ihren zopfschnecken auszusehen (das hat sich mittlerweile verwachsen, jetzt bedauere ich es, keinerlei ähnlichkeit mit padmé amidala zu haben). hier kann ich mich aber so fühlen! wo ist darth vader? ach da ist er ja schon. sein überdimensionierter helm grüsst mich von der extravaganten oper palau des arts reina sofia. diese königin kenne ich gar nicht aus star wars. nun hat der helm zugegebenermassen auch die falsche farbe. aber trotzdem. dummerweise ist die oper ständig überschwemmt. das würde darth vader bestimmt nicht gefallen. dem stadtrat von valencia hat es das auch nicht.

wir setzen unseren spaziergang in dieser spektakulären kulisse fort und ganz plötzlich muss ich switchen. es wird gothic! und ich muss an christian bale als batman denken, der die zu leben erwachten fliegenden wildkatzen-säbelzahndinger die die brücke bewachen in der abenddämmerung bekämpft. ob der wein doch zuviel war? es ist gar kein batman in sicht. das macht nichts! der spaziergang ist trotzdem super.

 

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