hofgut ruppertsberg von dr. bürklin wolf

der süsse duft von akazien strömt durch das offene fenster in mein zimmer, die luft ist mild und in der ferne quaken frösche. wo bin ich? in südfrankreich? nein in der pfalz! bei dr. bürklin- wolf. ein kraftvoller name für ein weingut! doppelnamen gab es offensichtlich schon vor ca 140 jahren als dr. bürklin die winzerstochter luise wolf heiratete und die sicherlich irgendwie intendierte zusammenführung von weinbergen dem weingut seinen jetzigen namen verlieh. mittlerweile ist das weingut eine institution im weinbetrieb, renommiert für seine rieslingweine und mitglied beim verband deutscher prädikatsweine. und produziert biodynamisch!

auf meiner weinreise in die pfalz ist es meine erste station und ich bin wunderhübsch im zur gutsverwaltung dazugehörigen gästehaus untergebracht.

die lange anreise aus berlin gerät schnell in vergessenheit als wir in wachenheim ankommen. hier ist der frühling im allervollstem gange, es blühen nicht nur die akazienbäume, auch der holunder ist schon fast da und die heckenrosen und und und… ach wie schön!

unser kulinarisches ziel für den ersten abend ist der gutsausschank von dr. b-w in ruppertsberg. der ist übrigens auch bio-zertifiziert.

meine reizenden begleiter und ich sind sofort begeistert. romantische lage, alte gebäude, der schöne hof lädt zum zum draussen sitzen ein, was wir auch sofort tun. schließlich ist das wetter ein traum und auch abends sind die temperaturen in der pfalz deutlich angenehmer als in berlin. wir haben hunger und weindurst und stürzen uns auf die karte. die wahl fällt mir nicht schwer. ich nehme einfach alles. oder sagen wir fast alles. das degustationsmenu bietet fünf gänge zum fairen preis von 29,00 €. dazu suchen wir einen jungen riesling aus 2010 aus. Fass 23. der freundliche kellner hat vollstes verständnis für unseren weindurst und bringt die flasche ganz schnell. ich sag nur: „quittte!“ direkt und delikat ist die frucht  in der nase und am gaumen, begleitet von einer milden säure. ach so hab ich es mir vorgestellt. die flasche kostet angenehme 17,50 €.

 

perfekt dazu gleich der auftakt vom wildkräutersalat mit kräutersaitlingen und apfelchutney. meinen wildkräutergaumen muss ich noch ein bisschen schulen, ich habe nicht alles erkannt. sicher dabei waren gänseblümchen,  löwenzahn, eine ampfersorte und brennessel. der rest bleibt unidentifiziert, begegnet mir aber am nächsten tag bei einem spaziergang an wiesen vorbei wieder! so gehört sich das. als nächstes kommt ein ziegenfrischkäse aus der ziegenkäserei stichlmeier mit warmem frühlingslauchsalat, minze und zedernnüssen. der ziegenfrischkäse ist wie er sein soll, cremig und nur wenig salzig, der frühlingslauchsalat und ein hauch minze sind anregende begleiter. 

der riesling und ich sind mittlerweile gute freunde geworden. die als nächster gang folgende spargelsuppe mit spargeleinlage ist wahrscheinlich induktionsbedingt sehr sehr sehr heiß. fast verbrenne ich mir den mund. undenkbar für den auftakt eines degustationswochenendes! ich zügle mich und warte auf abkühlung. mein freund der riesling hilft mir enorm in der wartezeit. 

 

der lammrücken mit petersilienkruste und kichererbsenpüree ist exzellent. daher ist mir die portion zu klein. ich weiß, ich weiß es ist ein degustationsmenu….. aber die petersilienkruste ist so schön buttrig und das fleisch so zart. hier hätte ich mir für einen kurzen moment nicht nur eine größere portion, sondern vielleicht doch einen anderen wein gewünscht.  aber da kann der riesling nichts dafür, wirklich nicht! auch bei guten freundschaften kann das passieren. die flasche ist ja auch schon alle. zum glück gibts den auch offen. aber leider kommt das nachbestellte glas erst nach dem nachtisch. das ist das einzige was ich an dem sonst aufmerksamen und freundlichen service zu bemängeln habe. 

 

der nachtisch ist ein rhabarbergratin mit vanilleeis. hausgemachtes eis ,versteht sich! warum in der karte unter dem nachtisch ein hinweis auf eine biolandhühnerhaltung steht, verstehe ich erst im zweiten nachdenk anlauf. das muss sich auf die eier im gratin beziehen. ich bin doch sonst nicht so auf den kopf gefallen. aber am riesling kanns nicht liegen. der ist gut zu mir.

 

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