Aroma in Schöneberg – I’m lovin‘ it

Hier ist gleich zu Anfang die kurze Version: Ich liebe das Aroma, ich empfehle das Aroma, geht hin!

Dann geht es weiter mit der längeren Version:

Der Anfang meiner Beziehung zum Aroma liegt leider im Dunkeln. Ich kann mich an mein erstes Mal nicht erinnern. Das ist die bittere Wahrheit. Zu meiner Verteidigung (bin ja schliesslich Juristin) kann ich anführen, daß es lange, sehr lange her ist. War ich Anfang der Neunziger zum erstenmal da, als ich in der damals kulinarischen Wüste des Prenzlauer Bergs wohnte und stundenlange anfahrten in Kauf nahm, um etwas Ordentliches zwischen die Zähne zu bekommen? Oder war es später, Ende der Neunziger, als ich in Neukölln wohnte, wo es ebenfalls nichts zu Essen gab, dass ich verzweifelt das Aroma angesteuert habe? 

Eines ist sicher, ich war schon so oft seit so Langem im Aroma, daß es definitiv und unwiderruflich ein Teil meines Lebens in Berlin ist. Auch wenn die Anfänge im Rauschen meines Hirns verschollen sind.

Eigentlich ist das Aroma auch selbst schuld, daß ich mich nicht an das erste Mal erinnere. Denn die Qualitäten des Aroma liegen nicht im Spektakulären oder Trendigen. Das Aroma braucht keinen Hype und keinen Trend. Das Aroma ist einfach da. In einer unbelebten Ecke im Grenzgebiet von Schöneberg/Kreuzberg lebt es vor sich hin und macht seinen eigenen italienischen Stiefel. Und den macht es gut. Man kommt hin, man ist sehr herzlich willkommen, man issst gut, aber auch nicht mehr, man ist wie in einer Familie. Mal ist es besser, mal sehr gut, mal nicht so gut. 

Ein Teil der Karte wechselt saisonal , die hervorragende Pizzaauswahl bleibt. Die angebotenen Speisen sind liebenswürdige regionale italienische Spezialitäten, die manchmal etwas ambitionierter klingen, als sie dann serviert werden. Aber das tut dem Charme keinen Abbruch. 

Mein Lieblingskellner ist Gino, der mich auch heute nach langer Abwesenheit mit einem dicken Kuss und den richtigen Komplimenten für mein Aussehen begrüßt hat (ja, man ist nicht unempfänglich). Und mit einem Rose prosecco aufs Haus. 

Er war so reizend als Pirat verkleidet, genauso wie der Rest der Mannschaft, weil ja heute Karnevalsdienstag ist. Offensichtlich wird in Italien zu Karneval ein Spanferkel verspeist. Denn das lag dann da so appetittlich herum. Aber ach, ich bin in meinem vegetarischen Monat und deswegen habe ich eine köstliche Pizza mit Ziegenkäse, Kartoffeln und  Rosmarin bestellt. Meine reizende Begleitung durfte Penne mit Fleischklösschen haben. Ich hab sie schon ein bisschen bneidet! Das sah sehr gut und sehr zünftig aus!

Das schöne am Aroma ist, dass ich hier zum erstenmal von Slow Food gehört habe. Das Aroma ist schon lange Untertützer von Slow Food. Noch bevor es hier in aller Munde war. Und eine Berlusconifreie Zone war es auch jahrelang. Es lebe das Aroma!

Ps: Die Fotos sind wieder schrecklich, sorry!

 

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