Game of Thrones – ein Genussbuch?

Ein Beitrag zu Jeden ein Buch –  eine Themenwoche für Blogger  von www.arthurstochterkochtblog.com/

Winter is coming… Wer mit diesem Satz etwas anfangen kann, ist bestimmt ein GoT Fan! Das tausende von Seiten lange Fantasy Epos von George R.R. Martin hat spätestens seid der HBO-Serie Kultcharakter. Für diejenigen an denen der ganze Hype spurlos vorübergegangen ist sei kurz gesagt: Game oft Thrones ist wie der Herr der Ringe nur mit Sex, gutem Essen und viel mehr Gewalt. Wenn man also mittelalterlicher Fantasy-Literatur nicht abgeneigt ist, einen guten Schmöker schätzt, nichts dagegen hat, dass der Autor viele der Helden gnadenlos opfert und es obendrein aushält, dass das Epos noch nicht zu Ende geschrieben ist, sollte man sich auf die bislang geschriebenen ca. 12.000 Seiten freuen!

Der Autor, ein bekennender Genießer und Nichtkoch, hat nicht nur zwei Kontinente nebst den dazugehörigen Völkern, Königreichen, Helden, Städte, Burgen, Sagen, Sprachen, Landschaften und Klimazonen geschaffen, sondern auch liebevoll und durchaus appetitanregend zu jedem Landstrich die passenden Speisen & Getränke erdacht. Viele der Helden und Antihelden haben Lieblingsspeisen, sind Genießer und freuen sich, gut zu essen und zu trinken. Dadurch werden die Charaktere nahbarer und bekommen für jeden der selber gerne isst und trinkt, eine ganz eigene kulinarische Dimension, wie ich sie sonst in keinem anderen Buch erlebt habe.  Wenn sich z.B. das tapfere Mädchen Arya Stark auf ihrem langen und harten Weg der Selbstfindung nach Zitronenkuchen aus der heimischen Küche sehnt, macht sie mir das noch sympathischer als sie es eh schon ist. Gott sei Dank lebt sie derzeit auch noch. Und wehe der Autor lässt sie umkommen, wie er es schon mit vielen meiner lieb gewonnenen Helden getan hat. Zuletzt sogar mit…., nein ich sage nix!

Und Jamie Lannister hat bislang nur die Hand verloren, da bin ich sehr froh drüber. Wo er doch so gut aussieht und mit seiner Schwester, der gemeinen Königin, zwei Kinder hat.

Die beschriebenen Genüsse haben einen eindeutig mittelalterlichen Charakter, George R.R. Martin erfindet das Rad auch nicht neu, gibt aber allem einen ziemlich originellen Dreh, bei Zutaten und Gewürzen. Im Norden gibt es selbstgebrautes Starkbier, Apfelkuchen, Wildpasteten und Blutwurst, etwas weiter im Süden wächst schon der Wein, auf den Tisch kommen Schwäne, Schnecken und Forellen. Noch weiter im Süden lässt man sich gegrillte Schlange schmecken, gefüllte Paprika und Datteln. Auf die Tafel des Königs gelangen Entenbrust, Ochsenschwanzsuppe, Feigentartes und gewürzter Wein.

Besonders ausgefeilt sind die Beschreibungen der vielen Feierlichkeiten, Bankette, Zeremonien und die dazugehörigen Speisenfolgen. Da hab ich auch schonmal ziemlich Hunger bekommen. Zum Glück habe ich einen Teil der Bücher in Venedig gegessen äh gelesen und die kulinarischen Gegebenheiten in meinem wirklichen Leben fielen nicht allzu sehr von der Fiktion ab!

Zwei GoT und kochbegeisterte Amerikanerinnen haben sich vor einigen Jahren daran gemacht die Rezepte aus dem Buch zu entwickeln und zu kochen. Der dazugehörige Blog  namens Inn at the crossroads wurde ein riesiger Erfolg! Ermutigt sind sie dann auf George R.R. Martin zugegangen und haben mit seiner Zustimmung und seinem Wohlwollen ein Kochbuch herausgebracht. Es heißt: A Feast of Ice and Fire – the official Game of Thrones Cookbook. Der eher komplizierte Titel dient zur Abgrenzung von Nachahmerprojekten wie dem The unofficial Game oft Thrones Cookbook. Die Kochbücher kenne ich aber nicht. Ich habe auch nicht vor sie zu kaufen. Ich hoffe nur, dass George R.R. Martin bald mit der nächsten Folge herausrückt. Einmal hat er dafür vier Jahre gebraucht. Angeblich hat er von verzweifelten Fans sogar Drohungen erhalten. So verzweifelt bin ich dann doch nicht…

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