Nose to tail Menu vom Speisenklub Neukölln

Darf ich vorstellen? Der Speisenklub Neukölln ist ein Projekt vom Künstler Thomas Greb und mir selbst höchstpersönlich. Es gibt uns seit fast genau zwei Jahren. Wir laden unsere Mitglieder einmal im Monat in wechselnde Räume ein, die von Thomas Greb mit unverwechselbarer Handschrift dekoriert werden. Verwegen, anders und frech. Mit reizender Unterstützung seitens meiner Schwester und der Foodfotografin Uli Kohl koche ich saisonal und thematisch sehr wechselnde Menus. Für 15 bis 30 Gäste je nach Location.

Es fing an als harmloses Projekt von Freunden für Freunde. Mittlerweile haben wir fast 500 Mitglieder, waren in der in- und ausländischen Presse und im Radio, wurden für zwei Kochbücher porträtiert und demnächst kommen wir ins Fernsehen.Das macht uns stolz und glücklich!.

Für eine Reportage über das Waldhaus von Thomas Greb in Liebenwalde/Brandenburg bildet der Speisenklub Neukölln die Rahmenhandlung. Jeder der schonmal an einer unserer Landpartien dorthin teilgenommen hat, weiß wie unglaublich überwältigend dieses Haus ist. Märchenhaft, wenn man das Schaudern nicht vergisst. Frei und mutig wie die Einsamkeit.

Für unsere Gäste zu dieser besonderen Gelegenheit, an diesem besonderen Ort habe ich ein Menu kreiert, das fast ausschließlich aus Zutaten aus der unmittelbaren Umgebung besteht. Das Fleisch ist aus dem Hofladen von Carola, einer Nachbarin von Thomas, die auf den Wiesen in der Umgebung Rinder hält. Die Eier sind von ihren Hühnern. Aus Thomas Garten kommt das Grünzeug und die Johannisbeeren. Und auf der benachbarten Wiese habe ich Schafgarbeblätter- und blüten sowie Sauerampfer geerntet.

Menu von Carolas Rind und aus Thomas Garten:
Marinierte Zunge mit Petersilie und Zuckerschoten aus dem Garten
Sülze von Ochsenschwanz und Pfifferlingen auf Schafgarbe
Roastbeef mit Petersilien-Sauerampfermayonnaise auf Sauerampfersalat
Grießkuchen mit Quark, Johannisbeeren und Schafgarbenblütenzucker

Wir vom Speisenklub essen gerne Fleisch. Wir bieten meistens vegetarische Alternativen und haben auch schon vegan gekocht. Wir sind uns bewusst, dass Tiere sterben, damit wir Fleisch essen können. Deswegen möchten wir, dass diesen Tiere vor ihrem möglichst stressfreien Tod ein möglichst langes würdiges, artgerechtes Leben geboten wurde. Am liebsten ist es uns, wir wissen wo das Tier auf der Weide stand, wer es gehalten hat, wie es geschlachtet & verwertet wurde. Um die Tiere zu ehren, die für uns ihr Leben lassen, finden wir es wichtig, dass alle Teile des Tieres auf unserem Teller landen. Nicht im Müll, im Tierfutter oder versteckt in allen möglichen Produkten.

Deswegen kochen wir auch Innereien. Unser Vorbild ist das St John Restaurant in London. Der Inhaber Fergus Henderson hat schon in den Neunziger Jahren das sog. Nose to tail Eating populär gemacht und viele Kochbücher dazu herausgegeben. Er serviert in seinen Bars und Restaurants wirklich alle Teile vom Tier und nur ganze Fische. Das Restaurant steht auf meiner To Go Liste ganz oben. Leider schon seit Jahren….

Die Dreharbeiten haben übrigens furchtbar viel Spaß gemacht, vor allem weil das Fernsehteam bestehend aus drei entzückenden Damen auch soviel Spaß hatte wie wir. Zwei davon waren Vegetarierinnen und haben bei uns zum ersten Mal wieder Fleisch gegessen!

Die schönen Fotos sind von Uli Kohl.

Versprochen, die Rezepte werde ich auch nach und nach posten!

Mehr Informationen:

http://www.facebook.com/speisenklubneukoelln
http://www.thomasgreb.com
http://www.ulikohl.com
http://www.fernsehserien.de/landgut
http://www.tidbits.de
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/esspapier/kochbuchkolumne-esspapier-das-ist-berlin-12080268.html
http://www.stjohngroup.uk.com/

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Ein Kommentar

  1. Pablo Lfffff3pez Pietsch · Juli 24, 2013

    Wow, alle Achtung, Allerliebste! Herrlich das Men und sehr berzeugenddas Nose to tail – Konzept. Buen provecho!

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