Mirabellenlikör – schnell, einfach und gefährlich…

An einem schönen Fleckchen in Brandenburg habe ich ein kleines Steinobst- und Beerenparadies entdeckt, das ich aus egoistischen Gründen geheim halten werde. Nur soviel sei gesagt: man fährt mit dem Fahrrad um den See rum, an der alten Mühle vorbei, dann kurz durch die Neubausiedlung mit den bunt gemulchten Gärten und wenn man aus dem Ort raus ist, geht es noch ein Stück den mit Feldsteinen gepflasterten Weg entlang bis man den ersten Johannisbeerstrauch am Wegesrand sieht. Dann kommen in einer langen Reihe die Zwetschgen- und Mirabellenbäume unter denen weitere Johannisbeersträucher stehen. Ja so schön ist das!

Das Steinobst ist aber noch nicht ganz reif. Nur an einem einzigen Baum hingen schon süsse Mirabellen. Da habe ich so viele gepflückt wie ich mitnehmen konnte. Da ich nur eine kleine Plastiktüte dabeihatte war das nicht soviel. Aber ausreichend für 4 Flaschen Likör. Likör zu machen ist ganz einfach. Deswegen mache ich derzeit ständig Likör. Aus Erdbeeren, Engelwurzstengeln, Aprikosen, Aprikosenkernen, Johannisbeeren, derzeit ist nichts vor mir sicher. Dafür gibt es natürlich einen Grund. Der heißt „I shot the sheriff“. Aber mehr verrate ich dazu noch nicht.

Für den Mirabellenlikör hatte ich folgende Zutaten:

0,75 l 40prozentigen Wodka
1 kg Zucker
1 liter Wasser
ca 2 kg Mirabellen

Zucker und Wasser zusammen aufkochen und in diesen Sirup die Mirabellen geben, Mit Schale und Kern. Die Mischung nochmal ca. 2 Min kochen lassen, bis die Mirabellenschalen alle geplatzt sind. Die abgekühlte Mirabellenmasse mit einem Kartoffelstampfer etwas bearbeiten, so dass sich das Fruchtfleisch von den Kernen löst. Dann die Mirabellenmasse in ein grobes Sieb gegeben und gut in eine Schüssel abtropfen lassen. Das dauert ein paar Stunden oder über Nacht (Abdecken wegen Fruchtfliegengefahr!) Dabei auch immer mal wieder in den Mirabellen umrühren, damit auch wirklich alle Flüssigkeit abtropfen kann. Den aufgefangenen Mirabellennektar mit dem Wodka gut mischen und in sehr gründlich heißausgespülte Flaschen mit Schraub- oder Bügelverschluss füllen. Die Flaschen an einem kühlen Ort lagern. Nach drei Tagen ist der Likör eigentlich trinkbereit. Er wird aber mit der Zeit immer besser und runder!. Wegen des hohen Fruchtfleischgehalts ist er sehr „wolkig“. Möchte man einen klareren Likör, empfiehlt es sich ihn nachdem er ca. drei Wochen Lagerzeit durch ein Tuch zu filtern. Wie lang sich der Likör hält weiss ich noch nicht. Wahrscheinlich werde ich es auch nicht herausfinden. Denn er wird bestimmt lange bevor er verderben könnte ausgetrunken sein!
Cheers!

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5 Kommentare

  1. multikulinaria · August 7, 2013

    Danke für’s Rezept. Mit dir würde ich ja gern mal den einen oder anderen kulinarischen Ausflug machen… 😉 Für Mirabellen allerdings nicht nötig. Habe einen guten Jagdgrund ganz in der Nähe…
    Bisher habe ich nur Tkemali (georgische Mirabellen-Soße; muss ich nochmal versuchen) und Marmelade aus Mirabellen gemacht. Wir sind nicht so die großen Likör-Trinker. Aber verlockend klingt dein Mirabellen-Likör schon…

  2. Sugarprincess Yushka · August 7, 2013

    Könnte man das wohl auch mit Reineclauden anstellen? Die haben wir nämlich en masse im Garten wachsen… 😉

    • berlintidbits · August 7, 2013

      das geht bestimmt! mit reineclauden stelle ich es mir sogar sehr apart vor! viel spaß!

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