Vom Speisenklub Neukölln: Kürbis-Ravioloni mit Nuss-Pilz-Füllung und Möhren-Rucola Pesto

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Eine kleine Warnung vorab: Diese Rezept ist RAW. Also roh. Ungekocht eben. Aber RAW klingt natürlich viel schicker. Und Uncooked auch! Wie vieles im Englischen eigentlich. Da kann man als deutsche Food-Bloggerin die englischsprachigen schon ein bisschen beneiden. Food-Bloggerin klingt auch viel besser als Lebensmittel-Bloggerin. Lebensmittel ist so ein langes, bedeutungsschwangeres, altbackenes Wort. Food ist so viel kürzer, leichter und lockerer. Mehr so im Zeitgeist. Und die beiden „OO“s sind auch noch so niedlich im Wort. Da kann das arme Lebensmittel echt einpacken.

Also ist unser Rezept ist RAW und das etwas experimentelle September-Dinner vom Speisenklub Neukölln hieß Uncooked! Wir hatten tatsächlich auch einen Rohköstler zu Gast. Die anderen waren einfach nur neugierig. Und wir alle waren angenehm überrascht. Dieses Ravioli Rezept jedenfalls ist ein echter Hit. Es schmeckt im übrigen bestimmt auch gekocht. (Vielleicht sogar noch besser, aber pssst)

Zutaten für ca. 20 Ravioli:
Für die Ravioli:
1 Butternut Kürbis (andere Kürbisse taugen nicht!)
300 g aromatische Waldpilze (also keine weissen Zuchtchampignons)
150 g Haselnüsse
3 Schalotten
4 Zweige frischer Thymian
2-3 Essl. Walnussöl
Salz und Pfeffer

Für das Pesto:
2 große Möhren
1 Bund Rucola
200 ml kaltgepresstes mildes Öl z. aus Rapskernen

Benötigte Geräte:
Brotschneidemaschine
Blitzhacker (geht natürlich auch so)
Entsafter
Zauberstab

Man benötigt einen Butternut Kürbis mit einem möglichst langem -äh- länglichen Teil, um viele gleichmässige Kürbisscheiben zu erhalten. Das längliche Teil schneidet man ab und schält es. Mit einer Brotschneidemaschine schneidet man es in möglichst hauchdünne Scheiben. Die Kürbisscheiben bestreut man dünn mit Salz, stapelt sie, verpackt sie in eine Tupperdose und und lässt sie ein bis zwei Stunden stehen. Das Salz entzieht den Kürbisscheiben Wasser, dadurch werden sie weicher und gleichzeitig gesalzen.

Die Haselnüsse, die geschälten Schalotten und die geputzten Pilze getrennt voneinander(!) im Blitzhacker hacken und in einer Schüssel mischen. Mit dem gezupften Thymian, Salz und Pfeffer ordentlich würzen und mit dem Öl zu einer zusammenhängenden Masse mischen. Etwas durchziehen lassen.

Für das Rucola-Möhrenpesto die Möhren schälen und durch den Entsafter geben. Man benötigt die „Möhrenreste“ und den Möhrensaft! Rucola und Öl mit dem Zauberstab pürieren, soviel von Möhrenresten und Möhrensaft dazugeben bis ein recht flüssiges Pesto entstanden ist. Da man nie so genau weiß wie viel Saft die Möhren abgeben, muss man hier etwas nach Gefühl arbeiten. Evtl. mit Öl korrigieren. Gut salzen und pfeffern!

Fertigstellung:
Von den Kürbisscheiben das Salz unter flüssigem Wasser gut abwaschen. Auf große Teller je nach gewünschter Portionsgröße 3-4 noch feuchte Kürbisscheiben legen und auf die Scheiben mittig einen gut gehäuften Teelöffel Pilzfüllung setzen. Mit weiteren Kürbisscheiben bedecken und die Ränder andrücken, evtl. auch die Füllung etwas platt drücken. Mit dem Möhren-Rucola – Pesto beträufeln und evtl. mit zwei drei kleinen Rucola Blättchen oder gehackten Haselnüssen garnieren.

Das Essen kann zwar nicht kalt werden (kleiner Scherz haha) aber der Kürbis könnte antrocknen, deswegen recht schnell servieren. Oder die Ravioloni mit einer feinen Ölschicht einpinseln.

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Die schönen Fotos sind von http://www.ulikohl.de

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