Schwarze Reisbällchen mit Blutwurstfüllung – Arancini al nero

Schwarz und Blut. Ist es VOODOO? Nein, es sind die aufregendsten Reisbällchen der Welt! Geboren aus einem magischen Gedanken der Resteverwertung. Zu Weihnachten habe ich einige meiner Lieblingszutaten kombiniert und es gab Stockfisch mit Blutwurst und schwarzem Reis. Und danach gab es Reste. Das lag nicht daran, dass es nicht geschmeckt hat, sondern daran, dass ich leider tendenziell immer zuviel koche. Eigentlich blöd. Aber ich lerne aus meinen Fehlern. Zwar koche ich nicht weniger, aber ich bin mittlerweile ganz gut in der Resteverwertung.

Über Reste von Blutwurst und schwarzem Reis musste ich aber doch ein bisschen nachdenken. Doch dann wurde es rund! Bällchen mussten her, mit Füllung! Das Ergebnis war dann doch VOODOO: Ich konnte gar nicht so schnell fotografieren, so schnell waren die Reisbällchen weg.

Die Arancini sind übrigens eine sizilianische Spezialität und heißen ihrer Form nach Arancini – kleine Orangen. Man kann sie aus jedem Risottorest machen und mit allem Möglichen füllen. Sie schmecken immer!

Hier ist das Rezept für die schwarzen Arancini mit Blutwurstfüllung. Macht sie hemmungslos nach!

Für ca. 16 – 20 Bällchen

Schwarzer Reis

200 g Arborio Reis
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1l Gemüse oder Fischfond
4 Päckchen Tintenfischtinte
1 Fingerspitze Safranfäden
Salz, Pfeffer
1 Esslöffel Butter

Fond erhitzen und mit Tinte und Safran mischen. Zwiebel fein würfeln und mit dem Knoblauch in 2 El Olivenöl in einem Topf glasig dünsten. Reis zugeben und kurz andünsten. Mit 1/3 des heißen Fischfonds auffüllen und den Risotto ca. 20 Minuten offen unter Rühren leise kochen lassen. Dabei nach und nach den restlichen heißen Fond dazu gießen und die Butter unterrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Das Risotto sollte eher fest als flüssig sein und der Reis eher weich als körnig.
Komplett abkühlen lassen. Kalt noch mal abschmecken.

200 g Blutwurst
50 g Pinienkerne
Kreuzkümmel in Pulver
1 Eigelb

Pinienkerne in eine Pfanne anrösten und danach hacken. Blutwurst entpellen und in eine Schüssel geben. Mit Pinienkernen, Eigelb und Kreuzkümmel verkneten.

Für die Bällchen:
Die Blutwurstmasse zu einer dünnen Wurst formen und in 20 Teile schneiden.

1 Ei in einer Schüssel gut verkläppern
100 g Paniermehl in einen tiefen Teller geben

Die linke (oder rechte) (saubere) Handfläche mit einer dicken flachen Schicht Reismasse bedecken. Darauf ein Stück Blutwurst legen und die Hand schliessen, so dass der Reis die Blutwurst umgibt. Zu einer schönen Kugel formen und darauf achten, dass die Blutwurst gut von Reis umschlossen ist. Weiter Kugeln formen bis die Masse aufgebraucht ist.

Die Kugeln zuerst in der Eimasse, dann im Paniermehl wälzen.

In einem großen hohen Topf den Boden ca. 3 Finger hoch mit Frittieröl füllen und langsam erhitzen. Um zu testen, ob das Öl heiß genug ist, denn Stiel eines Holzlöffels hineinhalten. Wenn sich Bläschen am Stiel bilden, können die Bällchen frittiert werden, bis sie von aussen schön knusprig sind. Ca 4-5 Minuten. Am besten eine Kugel testen, ob sie auch innen heiß ist.

Mit Zitrone servieren. Oder noch besser mit einer Zitronenmayonnaise. Das mache ich auch beim nächsten Mal.

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2 Kommentare

  1. pinkorigami · Januar 22, 2015

    Frau Brandes! Blutwurst! Der Horror meiner Kindheit: fiese gebratene dunkle Blutwurstscheiben…daher habe ich auch eher selten Blutwurstreste… 😉 . Aber die Idee der Reisbällchen mit Füllung ist super – geht auch gut als „take away“.

  2. berlintidbits · Januar 22, 2015

    Es tut mir sehr sehr leid, dass es in deiner Kindheit keine gute Blutwurst gab. Wirklich! In meiner hingegen gab es herrliche Blutwürste gefüllt mit Pinienkernen oder mit Zwiebeln und Reis. Die platzten so schön auf beim Grillen…. Ich denke Dir wird bestimmt eine andere leckere Füllung einfallen. Wie wäre es mit Zunge? Fein gewürfelt und mit Petersilienpesto? 😉

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