Burgers and HipHop – we are loving it!

Jetzt ist es offiziell: Burger und HipHop sind eine richtig gute Kombination! Diese wunderbare Erkenntnis haben wir dem neuen Berliner Veranstalter Imbiss Republik zu verdanken, der am Samstag im Prince Charles in Kreuzberg die gleichnamige Party organisiert hat. Die Idee ist, wie alle guten Ideen, gleichzeitig einfach und genial: Man kombiniere in einem Berliner Klub gutes Fast Food mit guter Musik und heraus kommt: EINE SEHR GUTE PARTY!

Gleich sieben der beliebtesten Street Food Verkäufer vom Street Food Thursday boten im Prince Charles ihre „Fleisch im Brötchen“ Kombinationen an. Darunter so beliebte Street Food Größen wie Big Stuff BBQ, Bao Buns und Mogg & Melzer. Wie hat Imbiss Republik das geschafft? Ganz einfach! Hinter Imbiss Republik steckt Kavita Goodstar höchstpersönlich, die umtriebige und im besten Sinne geschmackssichere Erfinderin des Street Food Thursdays!

Offensichtlich steht Kavita nicht nur auf gutes Street Food, sondern auch auf HipHop. Deswegen wird nicht nur gegessen, sondern auch getanzt! Um neun Uhr abends ist die Tanzfläche vom Prince Charles gerappelt voll. Wirklich! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal abends um neun getanzt habe. In der Kinderdisco? Im Prince Charles geht es jedenfalls ab. „Wave your buns in the air, like you just don’t care“ ist tatsächlich nicht umsonst das Motto der Veranstaltung.

Eine Sache ist mir allerdings nicht ganz klar geworden: Warum war beim Stand von Kimchi Princess ständig eine Schlange und bei den anderen Anbietern nicht? Meine Lieblinge sind eigentlich Big Stuff BBQ mit ihrem unschlagbaren gesmokten Fleisch und Mogg & Melzer, die einen wahnsinnig schlonzigen Pastrami-Sandwich machen. Aber um was Neues auszuprobieren, habe ich mir einen mexikanischen Burger gegönnt. Der war gut, insbesondere die Zwiebel-Chorizo Kombination, nur das Brötchen war sehr konventionell.. In die Schlange von Kimchi Princess wollte ich mich nicht stellen. War der Kimchi Princess Burger wirklich so gut??? Oder war die Schlange am Stand eher aus einem Herdentrieb der Besucher zu erklären? Any clues anyone?

P.S: Bin gespannt auf neue Veranstaltungen von Imbiss Republik!

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In Berlin rollen die Food-Trucks! Besuch beim Buns Mobile

Street Food rules! Ein schöner Sommer ist auch deswegen schön, weil man in der Mittagspause bei Sonnenschein auf sein Rad steigen möchte, um die kulinarische Umgebung zu erkunden. Obendrein ist in diesem Sommer die kulinarische Umgebung in Berlin besonders schön. Und vielfältig! Und mobil! Die Street Food Trucks sind aus USA nach Berlin geschwappt und versorgen uns mit einem internationalen Speisenangebot. Tapas, Pies, Tacos, Wraps, Kimchi, Tortillas, Hot Dogs und immer wieder die heimlichen Stars: Burger in allen Variationen!

Wohl wissend, dass ich mir für diese Woche nix als Rohkost vorgenommen habe, bin ich letzte Woche noch mal so richtig Burger essen gegangen. Ich gebe zu das ist ein bisschen schräg. Ich hatte mal eine Freundin, die war ziemlich diätbesessen. Am Vorabend jeder Diät hat sie in unserer Lieblingseisdiele einen riesigen Banana Split mit doppelt Sahne und Schokoladensauce gegessen. Manchmal hatte ich den Eindruck, sie macht die Diäten nur, um den Banana Split ohne schlechtes Gewissen essen zu können.

Jedenfalls habe ich die RAW Woche nicht deswegen geplant, um noch mal vorher ohne schlechtes Gewissen Burger zu essen. Mittlerweile muss ich nämlich beim Burgeressen gar kein schlechtes Gewissen mehr haben. Was bis vor wenigen Jahren fast nur bei Fast Food Ketten in entsprechender Qualität zu haben war, gibt es mittlerweile liebevoll handgemacht: Burger mit gutem Bio- oder Neuland-Fleisch, im Biobrötchen, mit hausgemachten Saucen, hochwertigem Käse….

Jetzt aber zurück zu meiner sonnigen Mittagspause in der ich zum Buns Mobile in die Cuvrystraße geradelt bin. Das Buns Mobile habe ich beim Bite Club entdeckt, dem zweiten großen Street Food Event nach dem Street Food Thursday. Wegen dem großen und ja sehr erfreulichen Andrang habe ich dort ja betrüblicherweise nix mehr zu Essen bekommen (ich berichtete). Das auffallend gelbe Buns Mobile mit dem niedlichen Jack Russel Maskottchen ist, man kann es gar nicht anders sagen, extrem sympathisch!

Die Inhaber sind offensichtlich Franzosen (immer wieder ein gern gehörter Akzent) und während ihr niedlicher Jack Russel dekorativ nichtstuend vor dem Wagen residiert, haben die beiden alle Hände voll zu tun! Der Andrang ist groß. 20 Minuten, lautet die freundliche Ansage, muss ich wohl auf meinen Burger warten. Ich vertreibe mir die Zeit (die ich gottseidank habe) mit Fotografieren. Tatsächlich werden es 30 min. Nicht jeder hat soviel Zeit in der Mittagspause und einige meiner Mitwartenden werden sichtlich ungeduldig.

Als ich meinen Burger endlich in den Händen halte, bin ich unglaublich hungrig. Ob ich es schaffe vor dem Verzehr doch noch ein Foto zu machen? Gerade so hab ich es geschafft. Ich habe einen Spicy Burger mit Guacamole und Chipotle Mayo bestellt. Chipotle das sind diese geräucherten Jalapeño-Chilis. Der Burger ist gut. Richtig gut. Eine kleine Schrecksekunde lang fand ich ihn trocken, aber dann war es da: das Saftige, Schmelzige, Fleischige auf der Zunge das einen guten Burger ausmacht. Das Brötchen weich aber nicht pappig. Der Patty schön saftig. Und schwupps war der Burger weg! Ich hatte ja auch so einen Hunger! Im Nachhinein hätte der Burger etwas schärfer sein können. Ich bin da allerdings auch ziemlich hartgesotten.

Nun ist es tatsächlich schon zwei Wochen her, dass ich diesen Beitrag angefangen habe.Man kommt ja zu nix. Mittlerweile ist der Sommer vorbei und es regnet und das ist noch ein Grund mehr einen guten Burger zu Essen.

Das coole ist: das Buns Mobile ist gerade in London! Dort werden die European Street Food Awards verliehen. Ich drücke kräftig die Daumen!!!

Street Food in Berlin – im Rausch des Neuen?

Er ist da. Wir sind mittendrin. Der Street Food Rausch hat Berlin erfasst und wir alle wollen nur das Eine: Street Food essen. Donnerstags treffen wir uns beim Street Food Market in der Markthalle Neun. Jeden zweiten Freitag pilgern wir (zumindest bis Ende September) zum Bite Club an der Hoppetosse in Treptow. Und wenn wir es zwischendurch nicht aushalten, erkundigen wir uns auf Facebook, wo und wann unser Lieblingsstreetfooddealer seine Ware verkauft. Man munkelt dass sogar unser Tim Raue ein Street Food Event plant. Quasi Sterne Street Food.

Das Bizarre ist, wir essen in Berlin seit Jahrzehnten Street Food. Döner, Currywurst, Pommes, Falafel… Alles Street Food im besten Sinne. Auf der Strasse gekauft, auf der Strasse gegessen. Aber das neue Street Food ist anders. Es hat den Hauch der grossen weiten Welt, es erinnert uns an die Strassen von San Francisco, an die Märkte in Hanoi, an den Strand auf Ko Samui, an die Strassenverkäufer in Mumbai, an die Parilladas in Argentinien, an die kleinen Boote auf dem Ton Le Sap. Es duftet nach Reise und Urlaub und es schürt unser globales Backpacker-Lonely Planet Fernweh.

Die neuen Street Food Verkäufer sind keine Berliner Damen vom Grill, keine Türken, keine Libanesen und keine DDR Vietnamesen. Es sind globalisierte Expats und internationale Hipster die uns die Erinnerungen an den Geschmack ihrer Heimat oder ihrer Reisen verkaufen. Ihre Verkaufsstellen sind so mobil wie sie selbst: Marktstände, Food Trucks und Pop up Venues. Die wenigsten sind gelernte Köche, die meisten sind nach Berlin gekommen, weil es hier irgendwie cool ist und wollten eigentlich auch was ganz anderes hier machen. Musik oder Kunst oder Design oder einfach nur arbeiten oder eben nicht. Deutschkenntnisse sind nicht so wichtig. Mindestens die Hälfte der Kundschaft spricht auch keins. Und wenn ein australischer Burgerverkäufer kein Deutsch spricht ist es auch viel charmanter als ein türkischer Dönerverkäufer der kein Deutsch spricht.

Oh jetzt hat es hier so einen leicht kritischen Hauch rein geweht. Der soll aber nur so am Rande bleiben. Weil es jetzt Expats und Berlin Visitors gibt und das was anderes ist als Ausländer oder gar Asylanten. Ich bin mir sicher, dass viele syrische (nur so als Beispiel) Flüchtlinge auch geiles Street Food machen könnten. Aber die kriegen gar nicht die Chance dazu.

Eigentlich wollte ich meine Liebe zu Street Food kundtun. Ich esse Street Food wo ich es kriegen kann, egal ob bei einem der Street Food Events, bei den Thai Frauen in Wilmersdorf, bei der Currywurstbude in Kreuzberg, bei den Libanesen in Moabit oder meinem Lieblingsdöner am Kotti. Ich freue mich über jeden neuen Anbieter. Und werde berichten.

Bite Club – be an early biter!

An einem wunderschönen lauen Sommerabend vor genau zwei Wochen öffnete der Bite Club an der Arena seine Pforten. Von nah und fern strömte alles was jung, international und hip(ster) ist nach Treptow und bevölkerte den Platz vor der Hoppetosse. Gute Laune, schöne Menschen, musikalische Untermalung, schönes Wetter…. der Bite Club war definitiv the place to be! Aber war er auch the place to eat?

Darüber muss ich leider ein anders Mal berichten! Als ich gegen 20:00 Uhr im Bite Club eintraf, habe ich nämlich nur noch lange Schlange an beinahe ausverkauften Ständen vorgefunden. Einige Stände waren sogar schon zu. Waren sie die FoodStars des Abends? Oder hatten sie bei den Mengen zu vorsichtig kalkuliert? Das wird ein Mysterium bleiben.

Jedem der heute zum Bite Club möchte und vorhat dort etwas zu Essen oder zu trinken sei also empfohlen: BETTER BE AN EARLY BITER!

Der aufkommende Street Food Hype und schöne Sommerabende sind bestimmt ein Erfolgsrezept für den Bite Club der im Sommer alle zwei Wochen den Street Food Thursday in der Markthalle Neun quasi ergänzt. Der Erfolg gibt den Betreibern Recht. In Berlin ist mehr Platz für Street Food! Und viel Interesse an coolen internationalen Snacks wie guten Burgern, Hot Dogs, asiatischen Baguettes, indischem Gebäck, spanischen Tapas oder eine wilde Mischung aus allen Einflüssen.

Ich muss das Essen beim Bite Club nachholen. Angesichts der Schlangen an den Ständen und meines Hungers bin ich nämlich mit Freunden Falafel essen gegangen….

Burger in der Bullerei von Tim Mälzer

Neulich, es ist wirklich schon eine Weile her, da war ich mal in Hamburg. Ich war auf der Internorga, der Gastrovision, dem angeblich innovativen Branchentreff für Visionäre, und der Gastropremium Night, ein lustiger Abend der Selbstbeweihräucherung für Gastronomen. Und weil ich schon mal da war, bin ich auch im schönen Hamburg rumgerannt, habe Fotos gemacht ( http://www.fotoklubneukoelln.wordpress.com ) und eine kleine Hafenrundfahrt und das ein oder andere gegessen. Weil jeder mittlerweile weiss, das ich so gerne Burger esse, hat man mich zum Mittagessen in die Bullerei geschick. Die Bullerei ist das inzwischen nicht mehr ganz sooo neue Restaurant von Tim Mälzer und einem Partner.

Gegen Fernsehköche verspüre ich ja eine milde bis heftige Abneigung, je nachdem wie sehr sie sich für die Show verbiegen. Am schlimmsten finde ich die wilden Köche, an denen die Tatoos aussehen wie Abziehbilder und deren Punkfrisuren und/oder Gesichtsbehaarung nichts aber auch gar nichts gegen ihr spießiges Aussehen und Auftreten ausrichten können. Im Rahmen meiner Abneigungsskala hege ich für Tim Mälzer fast noch eine leichte Sympathie. Immerhin hat er zugegeben wie hart ihm das ganze hohle Kochshowbusiness zugesetzt hat. Dazu gehört eine gewissen Größe oder eine große Verzweiflung. Beides sympathisch.

Nun hat er da also in Hamburg diese Bullerei aufgemacht und ich bin burgerhungrig hin. In den zum Restaurant umgebauten historischen Viehhallen wird verständlicherweise viel Fleisch serviert. Tagsüber im sog. Deli ist der Burger eines der prominentesten Gerichte auf der Speisenkarte. Laut Karte ist das Hackfleisch vom Landwerthof, der liegt im Nordosten Deutschlands, am Greifswalder Bodden, gegenüber von Rügen. Dort leben Rinder und Schweine in Freilandhaltung und wenn ihre Zeit gekommen ist, werden sie vor Ort möglichst stresslos geschlachtet und verarbeitet. Ich war dort auch schon. Die Anlage vom Landwerthof mit Hofladen und Restaurant und Garten liegt in Stahlbrode und ist sehr großzügig und merkwürdig aseptisch. Es ist alles gut geplant, aber emotionslos. Mich lässt die Anlage kalt. Und ich habe dort leider den schlechtesten Burger meines Lebens gegessen. Dazu vielleicht ein andermal mehr. Jetzt zurück nach Hamburg.

Die Bullerei mag ich sofort. Das Gebäude hat ein gutes Karma, die Einrichtung im verwahrlosten Industrie/Loft/CoolerHamburg Stil ist bis ins letzte Omazuckerdosendetail gelungen und das karobehemdete Personal ist sehr freundlich. Dann bestelle ich ein Astra und ein Hamburger. Der Laden ist voll mit jung und alt, Einheimischen und Touristen, aber ich muss auf beides nicht lange warten. Das Astra ist ein Astra und der Burger ist ein Burger. Aber während ich beim Astra natürlich keine Beilage erwartet habe, irritiert es mich beim Burger ihn so quasi nackt auf einem großen Teller serviert zu bekommen. Da fehlt schon optisch was. Ich bin enttäuscht. Gar keine Pommes? Ein Blick zurück in die Karte bestätigt mir. Sie stehen nicht drauf. Trotzdem bin ich enttäuscht. Darüber denke ich jetzt ein bisschen nach. Denn ich bin nicht enttäuscht, weil ich sie essen möchte, sondern weil ich sie liegen lassen möchte. Ein bis zwei hätte ich probiert, vielleicht auch wenig mehr, um mich zu vergewissern, dass sie gut sind. Dann hätte ich sie mit einem Seufzen nicht weiter angerührt und meinen Burger im guten Gewissen genossen, dass ich ja die Pommes liegen lasse. Ja, so funktioniert meine Essenspsyche. Wahrscheinlich bin ich gar nichtmal so alleine damit. Nun liegt also nur der Burger auf meinem großen Teller und ich weiß, ich werde ihn aufessen.

Im Zuge dieses ganzen lobenswerten Burgertrends mit guten Buns, herkunftsausgewiesenen Patties und anderen schicken Zutaten entstehen ja mittlerweile Burger, die zwar toll komponiert aber unmöglich zu essen sind. Der Burger in der Bullerei ist gut bestückt mit Tomaten, Farmersalat und Cheddar aber man kann sich trauen, ihn in die Hand zu nehmen. Das macht ihn sympathisch. Dennoch bin ich in Hamburg und nicht in Neukölln und deswegen nehme ich Messer und Gabel zur Hand. Ein bisschen schmälert das den Spass. Ich mag die Bullerei und ich will auch den Burger mögen. das gelingt mir aber nicht ganz. Das Brötchen ist gut, die Saucen stimmen, der Käse ist geschmolzen. ABER. Das (oder ist es der?) Patty stimmt nicht. Es ist sehr sehr durch und irgendwie knulpsig. Ihr wisst schon. Kleine Bröckchen bieten zu großen Widerstand zwischen den Zähnen. Schade ist das. Gerade in einem Laden, der so großen Wert aufs Fleisch legt. Da geht noch was! Na ja, die Bullerei mag ich ja. Beim nächsten mal probiere ich die Currywurst.