KrautChi – die deutsch koreanische Krautfusion

Eines Tages schaue ich arglos in den Kühlschrank und entdecke im Gemüsefach Chinakohl, Mohrrüben, Ingwer und Chili. Eine völlig unabsichtliche Kombination, entstanden aus Einkäufen und den Resten eines Fotoshootings für Zwiesel, bei dem ich das Foodstyling gemacht habe. Diese seltene kulinarische Konstellation ließ nur eine Deutung zu: Scharfer Kohl. Fermentiert. Jetzt.

Natürlich habe ich schon lange damit geliebäugelt, auch mal Kimchi anzusetzen, zumal uns hier in Berlin gerade die zweite koreanische Kulinarik-Welle überrollt und das scharfe „koreanische Sauerkraut“ das Must Cook der Saison ist. Meistens werde ich ja bei solchen Trends etwas bockig und verweigere mich. Aber zum einen bin ich ja die fermentierende KrautBraut, zum anderen esse ich Kimchi ziemlich gerne….

Für ein echtes Kimchi sollte man schon ein paar koreanische Zutaten zur Hand haben: Gochugaru ist das koreanische Chilipulver der Wahl und eigentlich gehört auch eine Fischsauce rein. Die sorgt für Umami.
Hatte ich aber beides nicht. Nur stinknormale frische rote Chilischoten. Also habe ich das genommen was da war und das Ergebnis KrautChi getauft. Es ist sensationell.

1 mittlerer Chinakohl
4 mittlere Möhren
4 rote Chilischoten (mittelscharf)
1 dicke Ingwerknolle
4 Knoblauchzehen
Salz
Wasser

Chinakohl in finger- bis zweifingerdicke Streifen schneiden. In eine große Schüssel geben und mit einer Salzlake bestehend aus 20 g Salz auf ein Liter Wasser (Zimmertemperatur) bedecken. Den Kohl zusammendrücken, damit er komplett von der Lake bedeckt ist. Evtl. mit einem Porzellanteller beschweren. Ca. zwei Stunden stehen lassen.

Möhren grob raspeln und beiseite stellen. Ingwer und Knoblauch schälen und grob kleinschneiden. Zusammen mit dem entstielten aber nicht entkernten Chili und etwas von der KohlSalzlake (aus der Schüssel) pürieren. Kohlwasser durch ein Sieb abgießen, dabei davon ein großes Glas auffangen. Kohl in die Schüssel zurückgeben mit Mohrrüben gut mischen und alles etwas verkneten. Probieren. Der Kohl sollte angenehm salzig schmecken.Wenn nicht zart nachsalzen. Mit der pürierten Chilisauce übergießen und alles gut vermischen.

Das Kraut in zwei Gläser mit Bügelverschluss abfüllen. Dabei alles gut in die Gläser einstampfen, so dass keine Luftblasen entstehen können. Sonst droht bei der Fermentation Schimmelgefahr!
Die Gläser sollten bis maximal einfingerbreit unter den Rand befüllt werden. Restl. Flüssigkeit aus der Schüssel gleichmäßig in die Gläser verteilen. Wenn das Kraut nicht komplett mit Flüssigkeit bedeckt ist, etwas von der Kohlsalzlake nachgießen. Die Flüssigkeit sollte nicht ganz bis an des Rand des Glases reichen, Überlaufgefahr!

Wenn nicht alles Kraut in die Gläser passt, evtl. noch ein kleines Glas befüllen oder das frische KrautChi als Salat servieren.

Die Gläser für die Fermentation an einen warmen Ort stellen und die Milchsäurebakterien 3-6 Tage ihre Arbeit verrichten lassen. Die Fermentation führt zu Bildung von leichtem Schaum und Kohlensäurebläschen, die das Kraut im Glas auflockern und nach oben drücken. Daher täglich einen Blick auf die Gläser werfen und ggf. das Glas öffnen und das Kraut mit einem sauberen Löffel wieder andrücken bis es mit Flüssigkeit bedeckt ist! Dabei probieren, ob euch das KrautChischon scharfsauer genug ist. Dann ab damit in den Kühlschrank, dort hören die Bakterien auf zu arbeiten. Im Kühlschrank hält es sich mindestens 2-3 Monate. Genaueres weiß ich noch nicht!

Trick 17: Um das Kraut unter der Flüssigkeit zu halten, beschwere ich es mit den Glasdeckeln von kleinen Weck-Gläsern.

Nachtrag: Was habe ich mit dem KrautChi als erstes gemacht? Den ultimativen KrautChi-Burger!
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Noch ein Nachtrag: Den Begriff KrautChi habe nicht ich, sondern der Großmeister der Fermentation Sandor Katz höchstpersönlich erfunden. Aber das Rezept ist von mir 😉

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Lass es blubbern! Hausgemachte Limonade mit Wasserkefir

Diesen Sommer ist mein Kühlschrank zu einem Limonadenparadies mutiert. Ich öffne durstig seine Tür und habe die Qual der Wahl: Zitronenlimonade, Himbeerlimonade, Aprikosenlimonade, Erdbeer-Vanillelimonade, Blaubeerlimonade… Alle selbstgemacht, alle leicht perlend bis richtig prickelnd, aromatisch, recht trocken, manchmal etwas hefig und leicht sauer. Alle sehr erfrischend! Ich sag ja ein Limonadenparadies! Und wem hab ich das zu verdanken? Dem Wasserkefir.

Eine mit Wasserkefir fermentierte Limonade zu machen ist nicht viel aufwendiger, als einen guten Tee zuzubereiten. Sie ist erfrischend und angeblich auch sehr, sehr gesund. Im Internet findet man die dollsten Thesen, die kann man glauben oder nicht. Als Fakt kann gelten, dass der Wasserkefir ein natürliches probiotisches Getränk ist. D.H. man nimmt durch das Trinken von Wasserkefir lebende Mikroorganismen auf, die es durch den Magen bis in unseren Darm schaffen, sich dort ansiedeln und ihn sozusagen in Schwung bringen. Es ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass eine gesunde Darmflora wichtig für unser Wohlbefinden ist. Man darf sogar drüber sprechen, ohne dass man angeekelte Blicke erntet!

Ausserdem gefällt mir, dass ich ein sehr günstiges, sehr wohlschmeckendes Getränk ganz einfach selber produzieren kann. Da kann auch keine Bio-Limonade mithalten!

Hier sind meine GOLDEN RULES für die erfolgreiche Limonadenproduktion:

Was ist denn bitte Wasserkefir?
Der Wasserkefir ist ein fermentiertes Getränk, ähnlich dem Kombucha oder dem Milchkefir. Den Wasserkefir produzieren eine Mischung aus Hefen und Milchsäurebakterien, die kleine wabbelige, weißliche Körnchen bilden, und die davon leben, zuckerhaltiges Wasser zu fermentieren.

Wo bekomme ich die Wasserkefirkörnchen her?
Die Kulturen kann man ganz einfach im Internet bestellen. Oder sich im Bekanntenkreis umhören, ob jemand schon welche hat. Die Kulturen vermehren sich nämlich bei guter Pflege und ich kann auch regelmäßig welche abgeben. Sogar mein Vater hat mittlerweile seine eigene Wasserkefirproduktion!

Welche Zutaten braucht man für eine leckere Limonade?
Die wichtigste Zutat ist der Zucker. Davon leben die Hefen und Bakterien schließlich. Am Besten ist Bio Zucker, weil der chemisch unbehandelt ist. Jegliche Chemie setzt den Mikroorganismen natürlich zu! Auf Rohrohrzucker fahren sie besonders ab, der gibt auch einen intensiveren Geschmack. Probiert aus was euch besser schmeckt

Eine weitere wichtige Zutat sind Trockenfrüchte, z.B. Rosinen, Pflaumen oder Feigen. Die enthalten viel für die Mikroorganismen auch lebenswichtigen Stickstoff und natürlich noch mehr Zucker! An dieser Stelle muss gesagt werden: keine Angst vor Zucker. Der wird im Wasserkefir fast vollständig zersetzt, d.h. es bleibt ein sehr geringer Restzuckergehalt in der Limonade. Schlussendlich ist im WasserkefirGetränk viel viel weniger Zucker als in einem Saft oder einer industriell hergestellten Limonade!

Ich benutze auch gerne Bio-Zitronenschalen um dem Kefir eine leichte Bitter-Lemon Note zu verleihen.

Nach der ersten Fermantation fängt der Geschmacksspass erst an! Jetzt könnt ihr dem Wasserkefir alles dazu fügen, was euch schmeckt. Mehr Zitronenschalen, jeden Saft oder Sirup den ihr im Haus habt, frischen Ingwer, Kräuter… Alles wird herrlich schmecken!

Was brauche ich noch?
Eine Flasche/ein Gefäß aus Glas mit einem lockeren Deckel und einem weiten Hals/einer breiten Öffnung. Fassungsvermögen 1-2 Liter. Ich benutze weithalsige Flaschen von Weck mit einer Plastikkappe. Der lockere Deckel ist wichtig, weil dann die bei der Fermentation entstehende Kohlensäure erstmal entweichen kann. Auch große Einmachgläser mit einem Bügelverschluss sind praktisch. Hier am besten auf den Gummiring verzichten.

Einen Plastiktrichter und ein Plastiksieb zum Umfüllen. Metall mögen die Mikroorganismen angeblich nicht.

Weitere Glasflaschen um den Kefir umzufüllen. Diese sollten einen Schraubverschluss haben, z.B. Mineralwasserflaschen, Weinflaschen, Saftflaschen.

Wie setze ich den Wasserkefir an?
Für einen Liter Wasserkefir braucht man zwei Esslöffel Wasserkefirkörnchen. Die Körnchen in ein passendes Gefäß/Weithalsflasche geben (s.o.). Zwei gehäufte Esslöffel Zucker in einer Tasse mit warmen Wasser etwas auflösen und (abgekühlt) in die Flasche geben. Die Flasche mit kaltem Wasser auffüllen und eine kleine Handvoll Rosinen dazugeben. Nach Geschmack auch ein bisschen Bio-Zitronenschale. Locker verschliessen und bei Zimmertemperatur arbeiten lassen. Wenn es warm ist arbeiten die Mikroorganismen schneller. Im Winter also an einen warmen Ort stellen.

Das Wasser kann Leitungswasser sein, wenn es nicht mit Chlor versetzt ist. (In Deutschland eigentlich nie) Sonst Mineralwasser ohne Kohlensäure verwenden.

Wie lange muss der Wasserkefir fermentieren?
Je nach Temperatur und Geschmack 24-48 Stunden. Je länger desto mehr Zucker wird fermentiert und desto saurer wird der Kefir. 48 Stunden sind aber genug.


Was passiert denn jetzt eigentlich in der Flasche?

Die Hefen und Milchsäurebakterien zersetzen den Zucker. Dabei scheiden sie „Abfallprodukte“ aus. Das sind die geschmacksgebenden Säuren, blubbernde Kohlensäure und auch Alkohol. Eine klitzekleine Menge Alkohol ist im Kefir also vorhanden.

Sehe ich, dass was passiert?
Ja! Nach ein paar Stunden steigen Bläschen in der Flasche auf, die von den Mikroorganismen bearbeiteten Trockenfrüchte steigen in der Flasche auf. Wasserkefir at work!

Wie geht es weiter?
Nach mindestens 24 Stunden max 48 Stunden ist der Kefir bereit zum umfüllen. Man kann ihn auch jetzt schon trinken. Insbesondere wenn man Zitronenschale dazugegeben hat, schmeckt er schon ganz gut und ein ganz sanftes Brizzeln an der Zunge ist meistens auch spürbar. Aber eine tolle Limonade wird erst draus, wenn man in einem zweiten Schritt Fruchtaromen und damit auch noch etwas Zucker dazugibt.

Zum Umfüllen in eine Flasche mit Schraubverschluss nutzt man den Plastiktrichter und das Plastiksieb. Zuerst purzeln die aufgeblähten Rosinen/Trockenfrüchte in das Sieb. Die gebe ich dann, wenn alle im Sieb sind erstmal zur Seite. Man kann sie essen oder wahlweise entsorgen. Dann kippt man den Inhalt der Fermentationsflasche weiter durch das Sieb in die Schraubverschlussflasche/n bis die zu 4/5 voll ist/sind. Den Rest füllt man mit Saft oder Sirup oder zermatschten Beeren auf. Diese Flaschen verschliesst man fest mit dem Schraubverschluss und stellt sie in den Kühlschrank.

Die Wasserkefirkörnchen im Sieb mit kaltem Wasser abbrausen. Die Fermentationsflasche mit heissem Wasser gut ausspülen. Den Wasserkefir in die Flasche zurückgeben und von Neuem beginnen

Was passiert jetzt in den Flaschen im Kühlschrank?
Etwas, was auch den Zauber eines guten Champagners ausmacht: eine sogenannte Flaschenfermentation. Denn auch wenn man die Kefirkörnchen beim Umfüllen durch das Sieb aufgefangen hat, sind natürlich trotzdem Mikroorganismen in die Flaschen mit gewandert. Der Namen sagt es ja schon: MIKROorganismen. Da hilft kein Sieb. Solange sie Futter haben, arbeiten sie weiter. In der Kälte vom Kühlschrank sind sie zwar etwas weniger aktiv, aber immer noch genug, um den Fruchtzucker den wir mit Saft oder Sirup dazugegeben haben weiter zu zersetzen und dabei unter anderem Kohlensäure entstehen zu lassen. In fest verschraubten/verschlossenen Flaschen bleibt die Kohlensäure im Getränk und verleiht der Limonade ein natürliches Blubbern.

Zugegebenermassen entsteht bei der Fermentation auch ein minibisschen Alkohol. Für sehr abstinente Menschen ist der Wasserkefir daher nicht so geeignet.

Wie lange kann man den Kefir im Kühlschrank aufbewahren?
Wenn man in einer fest verschlossenen eine mit Kohlensäure versetzte Limonade erzeugen möchte ist die nach zwei Tagen in der Regel trinkbereit und sollte auch nicht viel länger aufgehoben werden, weil sonst evtl. zuviel Kohlensäure entsteht und beim Öffnen der Flasche ganz viel Schaum herausspritzt. Eine nicht fest verschlossene Flasche kann man länger aufbewahren, der Kefir wird allerdings immer saurer und je nach eigenem Geschmack, hört er eben früher oder später auf zu gut zu schmecken.

Was ist, wenn ich mal eine Kefirpause brauche?
Tatsächlich ist der Wasserkefir ein bisschen pflegebedürftig. Ohne Zucker geht er ein. Wenn man mal also keine Lust auf Kefir hat oder in den wohlverdienten Urlaub fährt, dann macht man eine konzentrierte Zuckerlösung aus halb Wasser halb Zucker, z.B. 250g/250ml indem man den Zucker im kochenden Wasser kurz auflöst. Die Zuckerlösung komplett erkalten lassen, in ein passendes Schraubglas geben, den Kefir hineintun und das Glas nicht ganz dicht zuschrauben. So kann der Kefir gut ein paar Wochen im Kühlschrank überleben.

OhGott ist das alles kompliziert!
Wenn ich mir diese Liste so angucke, kann die Länge vielleicht doch etwas abschreckend wirken. Aber eigentlich ist ein Wasserkefir-Getränk nicht viel komplizierter in der Herstellung als ein guter Tee. Na ja nur ein bisschen. Aber es macht viel mehr Spaß.

Special Summer Picknick foodXchange am So 10.08 um 13:00 Uhr

foodXchange


Am Sonntag starten wir eine ganz besondere foodXchange: unsere Picknick Edition ist zu Gast bei Little Wood.

Und was ist Little Wood? Ein temporärer Garten in der Mitte von Berlin. Ein Experiment zur sinnlichen Erfahrung urbaner Natur. Und wir sind ein Teil davon! Wir freuen uns sehr! Weil es das erste Mal ist, dass wir ein foodXchange Picknick organisieren, haben wir uns mal so grob überlegt, wie es funktionieren könnte.

Herausgekommen sind die GOLDEN PICKNICKXCHANGE RULES:

Wer oder was ist Little Wood? Wo finde ich es?
Alle Informationen, Anfahrt und mehr Programm findet ihr hier: http://www.littlewoodberlin.org/

Und was läuft diesmal anders?
Bei unseren Abendterminen in der Markthalle, treffen wir uns, bieten unsere selbst gemachten oder selbst geernteten Lebensmittel zum Probieren an, tauschen was uns schmeckt und dann gehen wir mit gefüllten Körben nach Hause. Dieses Mal wollen wir aber tauschen und dann gemeinsam mit euch essen. Picknick-Style!

Was bleibt gleich?

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Rhabarberkonfitüre – mit Vanille, mit Himbeeren und mit OMA!

Ich weiß gar nicht genau, wie ich anfangen soll. Mit Rhabarber oder mit Oma? Am besten wohl mit Oma. Meine Oma ist 94 Jahre alt. Bis Ende letzten Jahres wohnte sie alleine in ihrer Wohnung in Wolfenbüttel. Ohne Verwandte weit und breit (Mein Vater in Spanien, mein Onkel in Ruanda, Enkelinnen weit verstreut). Mit der ihr eigenen Mischung aus Selbständigkeit, Lebenskraft und Starrsinn hat sie es geschafft, trotz aller widrigen Alterserscheinungen ein sehr eigenständiges Leben zu führen. Ihre Wohnung war aufgeräumter und sauberer als meine (in letzter Zeit mit Hilfe), die Wäsche wurde mit Kartoffelstärke gebügelt und bevor Besuch kam, ist sie mühsam mit ihrem Rollator zum Wochenmarkt am Rathaus gelaufen und hat Kartoffeln, Hering und Mettwurst gekauft. Hauptsächlich aber war sie alleine. Ihre Wohnung lag im dritten Stock ohne Lift. Irgendwannmal ging das nicht mehr. Sie selber sieht das nicht so. Aber die Familie machte sich mehr Sorgen als sowieso schon. Sie ist in ihrer Wohnung mehrfach gestürzt und wurde immer verwirrter. Lange Rede, kurzer Sinn. Jetzt lebt sie in einem Pflegeheim in Berlin Neukölln in der Nähe von mir und meiner Schwester. Toll findet sie das nicht, wohlgemerkt. Jedenfalls in ihren lichten Momenten. Dann können wir uns Enkelinnen mal so richtig was anhören. Ich finde das prima, denn ich kann sie wirklich gut verstehen. Ich versuche sie zu trösten, aber in meinem Inneren fühle ich mit ihr. Wäre ihr das Pflegeheim doch nur erspart geblieben!

Jetzt der Schwenk zum Rhabarber. Beim Stand meines Lieblingsbauern (dem Bauernhof Weggun) in der Markthalle Neun in Kreuzberg gab es 2 Kilo Bio-Rhabarber für 5 Euro. Ich habe 4 Kilo gekauft und meine Oma angerufen. Wir kochen morgen Rhabarberkonfitüre, sagte ich zu ihr. Da wurde sie richtig wütend. Das geht nicht, sagte sie, denn ich habe keine Küche mehr. Wo sollen wir denn kochen? Bei mir, sagte ich, du kommst zu mir in meine Küche. Du musst nur zwei Stockwerke hoch steigen. Das kann ich, sagte sie und wurde ruhiger. Ganz so einfach war es dann doch nicht. Aber wunderschön. Vom Heim zu mir fuhren wir mit einem Taxi. Die Häuser sind so groß, sagte meine Oma, und die Linden sind so schön. Ja sagte ich und hielt ihre Hand. In meinem Neuköllner Treppenhaus bekam sie ein bisschen Angst. Da soll ich hoch? Nach der Hälfte (20 Stufen) konnte sie nicht mehr. Ich habe schnell einen Stuhl aus meiner Wohnung geholt und da saßen wir also im Treppenhaus, sie auf dem Stuhl, ich auf der Treppe. Wir haben über Rhabarber gesprochen, den hatte sie früher im Garten. Oma, hab ich gesagt, wenn du es in meine Wohnung schaffst, dann kannst du 4 kg Rhabarber klein scheiden. Das hat gewirkt. Oma zog sich am Geländer hoch, ich trug den Stuhl hinterher und wir kamen schlussendlich wohlbehalten auf der Bank in meiner Küche an.

Auf meinem Küchentisch lagen die gewaschenen 4 kg Rhabarber und es kann sich keiner vorstellen, wie Oma sich darauf gestürzt hat. Wirklich nicht! Mir fiel nur das Wort Entzugserscheinungen ein. Und mir tat das Herz weh. Natürlich hat man Kochentzugserscheinungen nach einem halben Jahr im Heim. Wie würde es denn mir bitte gehen? Genauso! Oma hat also innerhalb kürzester Zeit mit dem kleinem Windmühlenmesser, dass ich aus ihrer Wohnung mitgenommen habe (so eins hatte ich auch mal! Das ist deins! Nein, meines ist zu Hause!), den Rhabarber kleingeschnitten. Ich konnte gar nicht so schnell gucken! Während ich die Konfitüre gekocht habe, gab ich ihr noch den Spargel für das Mittagessen. Den sollte sie schälen. Und wie sie ihn geschält hat! Bitte betrachtet auf dem Spargeltopffoto die Kontur des Spargels. Ich war froh, dass noch welcher nach dem Schälen übrig blieb. So als Stange meine ich. Aber einer vom Spargelschälen beseelten Oma kann man keinen Einhalt gebieten. Das habe ich jetzt gelernt.

Wir haben Rhabarberkonfitüre mit Vanille und mit Himbeeren gekocht. Nachdem alles in Gläser abgefüllt war, hat Oma gesagt: „Das machen wir nächstes Jahr wieder!“ Hoffentlich.

Hier sind die Rezepte:

Rhabarberkonfitüre mit Vanille
2 kg Rhabarber
2 Vanilleschoten
750 g Zucker
2 Esslöffel Konfitura Geliermittel von Biovegan

Den Rhabarber von Oma klein schneiden lassen und in einen großen Topf geben. Den Zucker mit dem Geliermittel mischen und dazugeben. Alles auf dem Herd langsam erhitzen und umrühren. Die Vanilleschote auskratzen und die Hülle kleinschneiden. Beides in die Rhabarbermischung einrühren. Langsam aufkochen lassen. Immer gut umrühren und ca. 5 min köcheln lassen. Der Rhabarber sollte schon weich sein, aber nicht allzu sehr verkocht. Ein Esslöffel abnehmen auf eine Untertasse geben und für ca. 2-3 Minuten in den Kühlschrank stellen. Wenn die Masse fest wird alles in vorbereitete Einmachgläser mit Schraubverschluss randvoll füllen, diese verschliessen und sofort umdrehen damit die Luft entweicht.

Rhabarberkonfitüre mit Himbeeren
2 kg Rhabarber
500 g Himbeeren
1000 g Zucker
3 Esslöffel Konfitura Geliermittel von Biovegan

Den Rhabarber von Oma klein schneiden lassen und in einen großen Topf geben. Den Zucker mit dem Geliermittel mischen und dazugeben. Alles auf dem Herd langsam erhitzen und umrühren. Langsam aufkochen lassen. Immer gut umrühren und ca. 5 min köcheln lassen. Dann die Himbeeren in die Rhabarbermischung einrühren. Einmal kurz aufkochen lassen. Einen Esslöffel abnehmen auf eine Untertasse geben und für ca. 2-3 Minuten in den Kühlschrank stellen. Wenn die Masse fest wird alles in vorbereitete Einmachgläser mit Schraubverschluss randvoll füllen, diese verschliessen und sofort umdrehen damit die Luft entweicht.

Zeit für Fliederlikör und den Sinn des Lebens

Jedes Jahr wenn der Flieder blüht, kann ich nicht genug davon kriegen. Jedes Jahr wenn der Flieder blüht, überlege sehr ernsthaft aufs Land zu ziehen. Ich weiß genau, wenn ich dem Flieder ganz nah sein könnte, wäre ich ein besserer Mensch. Ein Mensch der dem Flieder und dem Frühling und den Schmetterlingen eben ganz nah ist. Die städtischen Sorgen, das wirre Großstadtleben, der aufreibende Kampf mit dem dunklen Moloch Leben, alles alles würde in der Nähe des Flieders wohltuend verblassen und verschwinden. Der zarte Duft der eleganten Dolden würde seine balsamische Wirkung in meinem tiefsten Inneren entfalten und mich zu grenzenlosem Glück befähigen. Eins mit dem Flieder hätte mein Leben einen Sinn. So oder so ähnlich.

Jedes Jahr wenn der Flieder verblüht, werde ich von einer tiefen geradezu existenzialistischen Panik ergriffen. Die Chance auf ein besseres Leben ist schon wieder vorbei. Die Zeit vergeht gnadenlos, die eigene Vergänglichkeit rückt ins helle Frühlingslicht und die Frage aller Fragen stellt sich mit ihrer ganzen Qual: Wozu? Kann unser Leben ohne die Nähe zum Flieder und zum Frühling und zu den Schmetterlingen überhaupt einen Sinn haben? Natürlich ist die Antwort: Nein.

Dieses Jahr wollte ich der Vergänglichkeit des Flieders ein Schnippchen schlagen. Ich bin zum Flieder gefahren, habe ihn geerntet, das Haus geschmückt und versucht ihn zu konservieren. Ich habe ihn in Essig eingelegt, in Wodka ausgezogen und in Sirup eingekocht. Aber so richtig wollte der Flieder nicht mitmachen. Er ist einfach zu vergänglich. Der Essig, der Wodka und der Sirup sind ohne Frage lecker. Aber die ganze Pracht des Flieders konnten sie leider nicht einfangen. Jetzt warte ich auf den Holunder. Da geht das Ganze von vorne los…

Hier sind die Rezepte:

Wichtig ist es trockene vollaufgegangene Fliederblüten an einem sonnigen Morgen zu ernten. Dann ist das Aroma besonders intensiv.

Fliedersirup

Von einem Arm voll Flieder die Blüten abzupfen und in ein passendes Gefäß geben. Mit einem Liter Weißwein und einem Liter Wasser auffüllen und den Scheiben einer Biozitrone bedecken. Die Zitronenscheiben sorgen dafür, dass die Blüten weitestgehend unter Wasser äh Wein bleiben. Das ganze an einem wirklich kühlen Ort 48 Stunden ziehen lassen. Die Fliederflüssigkeit durch ein Sieb in einen Topf abgießen und mit einem Kilo Zucker kurz aufkochen. Ca 15 Min sanft köcheln lassen und in saubere heiß ausgespülte Flaschen geben.

Fliederessig
Von einem Arm voll Flieder die Blüten abzupfen und in ein passendes Gefäß geben. Mit einem Liter Weißweinessig auffüllen. 48 Stunden ziehen lassen, die Blüten sind dann recht braun. Den Essig durch ein Sieb abgiessen und für einen intensiveren Geschmack das ganze noch ein bis zweimal mit frischen Blüten wiederholen.

Fliederwodka
Von einem Arm voll Flieder die Blüten abzupfen und in ein passendes Gefäß geben. Mit einem Liter mindestens 40%igen Wodka auffüllen. Der Flieder wird recht schnell braun. Den Wodka nach 24 Stunden durch ein Sieb abgiessen und für einen intensiveren Geschmack das ganze noch ein bis zweimal mit frischen Blüten wiederholen.

Fliederlikör
Für einen Fliederlikör 1/2 l Fliederwodka mit 1l Fliedersirup mischen

Mein Kombucha und ich – Tagebuch einer Beziehung

Es gibt Menschen die bestellen sich ihren Scoby im Internet. Das ist sicher legitim aber nichts für mich. Zu anonym. Wozu habe ich die foodXchange gegründet? Das ist immerhin ein Tauschklub für selbst gemachte oder selbst geerntete Lebensmittel http://foodxchangeberlin.wordpress.com Tatsächlich habe ich über einen dort gemachten reizenden Kontakt meinen ersten Scoby mit nach Hause genommen. Scoby steht für: symbiotic colony of bacteria and yeast. Scoby steht auch für einen merkwürdigen runden wabbligen Lappen, den ich bei unvorbereiteter Begenung mit einem passenden IIIIH Geräusch in die Toilette kippen würde. Fakt ist: Scoby macht Kombucha und Scoby ist hässlich.

Der arme Kerl. Tatsächlich versorgt mich Scoby seit einigen Monaten mit einem erfrischenden, angeblich gesunden und wohlschmeckendem Getränk. Ich versorge ihn mit Zucker. Ganz ehrlich? Ich hatte schon komplizierte Beziehungen!

Tag 1
Scoby kam zu mir in einer kleinen Plastiktüte, umgeben von etwas brauner Flüssigkeit. Scoby lebt nämlich in gezuckertem Tee. Um ihn sofort glücklich zu machen, habe ich erstmal einen Liter Schwarztee angesetzt, lange gezogen. In einem Einmachglas mit Bügelverschluss. Den Tee habe ich mit zwei gehäuften Esslöffeln Zucker gesüsst und als er kalt war, habe ich den Scoby reingekippt. Einfach so, in den kalten Tee. Das war aber nicht grausam, der Scoby mag das so.

Tag 2-7
Dann macht der Scoby sein Ding! Wie soll man beschreiben was passiert? Der Scoby, diese wabbelige Mischung aus Hefen und Bakterien fermentiert den gesüssten Tee. Er zersetzt den Zucker und nach ca. 6 Tagen hat er den Tee in ein Getränk namens Kombucha umgewandelt. Als ich das zum ersten Mal probiert habe, fand ich es ganz schrecklich. Sauer. Muffig. Nicht gut.

Tag 7
Im Internet gab es wie immer Hilfe: man gebe das Getränk durch ein Plastiksieb (Scoby mag kein Metall) in eine Flasche und aromatisiere es. Mit Ingwerstückchen, mit einem Zitronensirup, mit Orangenschalen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Diese Mischung soll man man noch zwei drei Tage im Kühlschrank ziehen lassen und DANN ist Kombucha angeblich richtig lecker!! Es soll dann auch brizzeln, weil das Getränk noch nachfermentiert. Ich bin skeptisch. Immerhin habe ich jetzt ein nagelneues blaues Plastiksieb, so eines wie ich noch nie haben wollte. Mein Kombucha ist mit Zitronensirup versetzt in den Kühlschrank gewandert und Scoby wabbelt in einem neuen Teeansatz vor sich hin.

Tag 9
Scoby sieht aus wie ein Alien. Er bildet weißlich Blasen und lange schwarze Fäden. Bakterien und Hefen sind nun mal nicht industriegenormt appetitlich. Damit kann ich mich schon abfinden, irgendwie. Die Zitronen-Kombucha Mischung im Kühlschrank jedenfalls sieht harmlos aus. Etwas wolkig vielleicht. So ist meinem Magen angesichts der neuen Herausforderung auch zumute. Ich trinke ein Schluck. Brizzeln tut es nicht. Aber ich habe ein angenehm herbes, trockenes Getränk im Glas. Vom Zitronensirup ist nur die Zitrone noch da. Alles Süße ist weg. Ich genehmige mir ein ganzes Glas. Wieviel sollte man von dem Zeug eigentlich trinken? Nicht das meine Innereien vor lauter ungewohnten Pilzen und Bakterien durchdrehen. Aber die sind glaub ich durch meine Sauerkrautproduktion eh schon tiptop an die Zufuhr von wilden Mikroorganismen gewöhnt.

Tag 10
Mein Kombucha aus dem Kühlschrank ist ausgetrunken. Scoby arbeitet im Einmachglas brav an der neuen Charge. Ich google im Internet, um hier noch was Schlaues zur Geschichte und zur Wirkung des Getränks zu schreiben. Wenn ich es richtig verstehe, werde ich jetzt durch meinen Kombucha ähnlich unsterblich wie Madonna, die mir beim Kombucha Trinken, wie bei anderen Dingen anderen auch, einiges voraus hat. Beruhigt lese ich, dass schon die ganz alten Chinesen Kombucha getrunken haben. Unsterblich sind die gottseidank alle nicht geworden (oder doch und ich bin hier einem großen Mysterium auf der Spur???), aber man munkelt ja, dass die medizinisch einiges draufgehabt haben. Dann lese ich noch viel über reinigende Wirkungen und so. Wie immer kann man sich so ein bisschen aussuchen woran man glaubt. Ich entscheide mich dafür, meine Darmflora mal total bewusst durch aktive Mikroorganismen zu bereichern. Vorsichtig natürlich (s.o.), die soll ja nicht durchdrehen. Aber wenn ich daran denke, wie oft ich die Ärmste durch Antibiotika strapaziert habe, kann da ein bisschen Unterstützung nicht schaden.

Diesen Beitrag fand ich ziemlich überzeugend:
http://www.npr.org/blogs/health/2013/11/18/244526773/gut-bacteria-might-guide-the-workings-of-our-minds Der Film ist jedenfallls ganz reizend und ich möchte, dass Bakterien in mir so aussehen und so lustige Sachen machen!

Tag 30
Jetzt ist es passiert: Ich bin abhängig. Nach jeder Abfüllung gebe ich Scoby direkt in einen neuen Teeansatz. Meine KombuchaVorräte reichen schon längst nicht mehr aus. Schneller, Scoby, schneller! Er wirkt aber gar nicht überanstrengt. Solange ich ihn mit Zucker füttere geht es ihm gut und er wächst sogar! Mittlerweile konnte ich ihn schon teilen, indem ich eine der neuen unteren Schichten abgenommen habe. Jetzt arbeiten zwei Scobys für mich, zeitlich versetzt natürlich, um meine Kombucha Zufuhr jederzeit zu garantieren. Ha! ich bin zur Scoby-Treiberin geworden!

Tag 60
Fühle ich mich nun eigentlich gesünder? Immerhin trinke ich jetzt fast täglich Kombucha! Die Antwort ist: Nein. Aber ich habe ein günstiges, leckeres, einfach herzustellendes und wie ich immer noch glaube gesundes Getränk in meiner tägliche Reichweite. Es kostet mich ein bisschen Tee und ein bisschen Zucker. Ein bisschen Ingwer, Zitrone, Chili oder Zimt. Ich mache den Kühlschrank auf und es ist da. Das finde ich schon ziemlich gut! Mit dem Plastiksieb habe ich mich mittlerweile auch abgefunden…

Tee- und Kaffeelikör – very very last minute Geschenke

Oh Gott! Es ist schon wieder Weihnachten. Wie konnte das passieren? Da hat man kaum den Weihnachtsbaum vom letzten Jahr entsorgt und den langen Winter mehr oder minder schadlos überstanden, lag mit viel Glück ein paar mal in der Sonne am See, hat mit Entsetzen festgestellt, dass die Tage auf einmal schon dramatisch kürzer werden und schon steht das Christkind wieder vor der Tür? Erschütternd!

Aufgrund diverser erfolgreicher Verdrängungsstrategien habe ich es auch dieses Jahr geschafft, so gut wie keine Geschenke zu kaufen. Im wesentlichen sind das Geschenke für Kinder. Erwachsenen schenke ich Selbstgemachtes aus der Küche und in diesem Jahr helfe ich allen mit einer Flasche Likör über die Feiertage.

Weil Weihnachten so überraschend kommt, habe ich ein BlitzLikörRezept entwickelt, dass mit Tee und Kaffee gleichermassen gut funktioniert. Das Rezept ist so einfach und geht so schnell, dass man quasi noch am Morgen des 24.12 eine erfolgreiche Produktion hinlegen kann.

Die Grundrezeptur besteht aus einem Drittel Kaffee oder Tee, einem Drittel Gewürzsirup und einem Drittel Alkohol. Für 1,5 Liter Likör braucht man folgendes:

Schöne kleinere Schmuckfläschchen mit Verschluss (Schraub/Schnappverschluss oder Korken) zum Verschenken. Wenn man z.B. 250 ml Flaschen verwendet hat man gleich 6 Geschenke!

0,5 l mindestens 40%iger Alkohol
Wodka ist geschmacksneutral und passt immer. Für den Teelikör kann man auch Rum nehmen, zum Kaffee passt auch gut Whisky. Man nehme ein solides mittelpreisiges Produkt. Edles ist Verschwendung, billiger Fusel bleibt billiger Fusel.

300g Rohrzucker und 300ml Wasser werden zusammen mit einem Gewürz der Wahl in einem Topf bei großer Hitze zu ca. 0.5l Sirup eingekocht. Das kann eine (ausgekratzte) Vanilleschote sein, 2-3 Zimtstangen, 1 Tonkabohne, für Wagemutigere auch en Esslöffel Pfefferkörner, oder eine weihnachtliche Mischung aus Zimt, Sternanis, einigen Nelken, Pfefferkörnern und Kardamomsamen. Für den Teelikör kann man den Zucker auch durch Honig ersetzen. Den Sirup vor der Verwendung ein bisschen abkühlen lassen. Den Sirup durch ein Sieb geben und die Gewürzreste aufheben.

Dann brüht man einen halben Liter guten kräftigen Tee (Earl Grey, Assam, Rooiboos….) oder Kaffee (Espresso ist besonders gut).

In einer großen Schüssel oder einem großen Krug mischt man die drei Flüssigkeiten und kann sie mittels eines Trichters auch gleich in die sauberen Flaschen abfüllen.
Wer mag kann vor dem Abfüllen noch 0.5 l Sahne unter die Likörmischung rühren. Sahnelikör=besonders lecker, aber weniger haltbar (1-2 Monate im Kühlschrank)

Frohe Weihnachten allerseits!