Das Blitz-Burgerbrötchen – einfach schnell, einfach gut!

Manchmal muss es einfach sein. Mich packt ein unaussprechliches Verlangen und dann bin ich verloren. Früher musste ich meine spontane Begierde an dunklen Orten stillen. Mittlerweile habe ich mich besser im Griff und bin vorbereitet. Jetzt kann ich es zu Hause tun. Wenn es über mich kommt (meistens sonntags), öffne ich den Tiefkühlschrank und hole sie raus. Die Burger-Patties aus Salzwiesenfleisch von der Insel Öhe. www.insel-oehe.de Ich hab sogar die Wahl: Rind oder Schnucke. (Bestimmt ohne Pferd. Obwohl, wenn das Pferd auch auf den Salzwiesen gegrast hätte, würde mich das nicht stören.) Mit den Patties bevorrate ich mich bei Frischeparadies Lindenberg. Ein paar Salatzutaten, Käse und Jalapeños habe ich meistens im Haus. Bleiben nur noch die Brötchen. Die sind sehr, sehr wichtig. Ich hasse weichliche, weisse Brötchen die sich schon beim bestreichen mit der ersten Sauce in Matsch auflösen. Zu einem guten Burgerfleisch gehört ein ebenso gutes Brötchen. Sonst verzichte ich lieber. D.h. ich esse meinen Burger eben ohne Brötchen.

Aber mittlerweile bin ich auf Blitzbacken spezialisiert und habe das einfachste und schnellste Rezept unter der Sonne. Der Hefeteig braucht aber zwischenzeitlich zweimal mindestens eine halbe Stunde zum Gehen und 15-20 min zum Backen. Das sollte man schon einkalkulieren.

Rezept für 6- 8 Brötchen:

250 g Weizenmehl 

250 g Dinkel-Vollkornmehl

1 Päckchen Trockenhefe

125 ml Wasser

125 ml Milch

1 Ei

2 Essl. neutrales Pflanzenöl

1 Tl. Salz

1 Tl. Zucker

1 Eigelb

1 Essl Milch

weißer und evtl. schwarzer Sesam zum Bestreuen (oder Mohn)

 

Das Mehl gebe ich in eine Schüssel, zusammen mit dem Zucker und der Trockenhefe. Mit den Mehlsorten kann man nach Gusto spielen. Oder man nimmt einfach was da ist. Insgesamt braucht man 500 g Mehrl. Maismehl ist z.B. toll (aber davon nur 100 g nehmen).

In einen Messbecher gebe ich die Milch und fülle sie mit recht warmen Wasser aus der Leitung auf. Die Mischung sollte gut lauwarm sein. Das Ei in die Mischung geben (äh ohne Schale versteht sich), damit es auch noch ein bisschen wärmer wird. Dann diese Mischung mit den Knethaken des Handrührgeräts mit dem Mehl verkneten. Das gibt einen ziemlich feuchten noch leicht klebrigen Teig. Den forme ich mit den Händen zu einer Kugel und öle ihn rundherum mit dem Pflanzenöl ein. Den Teig mit einem sauberen Tuch bedecken und an einem warmen Ort mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Dann hat er Bläschen gebildet und sich verdoppelt.

Den Teig aus der Schüssel nehmen, das Salz dazugeben und mit etwas Mehl feste auf dem Tisch kneten, bis die Bläschen wieder draussen sind. Den Teig flachdrücken bis er ca 4cm hoch ist. Dann mit einer runden Form oder einem runden Glas (5-6 cm Durchmesser) Brötchen ausstechen. Teigreste neu verkneten und komplett verarbeiten.

Die Brötchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backbleche legen und wieder mit einem sauberen Tuch bedecken und an einem warmen Ort mindestens eine halbe Stunde gehen lassen.

Den Ofen auf 200 Grad gut vorheizen. In einem Schüsselchen das Eigelb mit der Milch verkläppern. Die Brötchen mit einem Backpinsel damit bestreichen und mit Sesam bestreuen.

Im Ofen ca 15-20 min backen. Die Brötchen sind dann fertig, wenn sie sich beim anheben recht leicht anfühlen. Klopft man auf die Unterseite, sollte es sich hohl anhören. Im Zweifel eines der Brötchen quer anschneiden und mit dem Finger testen, ob der Teig noch feucht ist. (Vorsicht heiß).

Die Brötchen halten sich im Kühlschrank zwei Tage. Dann kurz toasten oder aufbacken. Oder restliche Brötchen einfrieren. Beim nächtsen Burger-Anfall gehts dann noch schneller!

 

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