Das Zeug zum Lieblingsitaliener – Ristorante Maselli in Kreuzberg

„Jeder Mensch hat das Recht auf einen Lieblingsitaliener in der Nachbarschaft.“ Wenn es ein Gastronomisches Grundgesetz gäbe, würde dieses kulinarische Grundrecht sicherlich einen wichtigen Platz einnehmen. Davon bin ich überzeugt und da ich Juristin bin und gerne esse, bilde ich mir einiges auf meine Expertise ein. Einen Lieblingsitaliener in der Nähe zu haben macht das Leben erfahrungsgemäß soviel schöner!

Da das Wort Lieblingsitaliener mittlerweile zum allgemeinen Sprachgebrauch gehört, bin ich mit dieser Ansicht ganz bestimmt nicht alleine. Aber was macht einen Lieblingsitaliener eigentlich zum Lieblingsitaliener? Folgende objektive und subjektive Kriterien (die Liste ist bestimmt nicht abschließend) spielen eine entscheidende Rolle:

Der Lieblingsitaliener..
ist wie ein erweitertes Wohnzimmer, man fühlt sich einfach wie zu Hause
bietet gute, solide, authentische, nicht überkandidelte Speisen
hat ein ansprechendes Preis/Leistungsverhältnis
führt eine Weinkarte in der man schnell Lieblingsweine zu angemessenen Preisen findet
sollte in der Nachbarschaft sein, sonst kann man nicht oft genug hin
kommt nie aus der Mode, weil er irgendwie nie in Mode war

Ein Lieblingsitaliener ist natürlich eine höchst persönliche Angelegenheit. Mein derzeitiger Lieblingsitaliener ist das Ristorante Maselli in Kreuzberg. Hier kocht der Inhaber Gerardo Maselli die Spezialitäten aus seiner Heimat Apulien. Gerardo ist seit 15 Jahren in Berlin und hat sich in dieser Zeit durch einige der besten italienischen Restaurants der Stadt gekocht. Bevor er sich selbstständig gemacht hat, also bis 2012 war er Chefkoch im Sale & Tabacchi. Dann hat ihn der Mut gepackt, sein eigenes Restaurant zu eröffnen und sich komplett der apulischen Küche zu widmen.

Das Maselli befindet sich in einer Randlage im Bergmannkiez. Der Gastraum ist unspektakulär.
Die Speisekarte ist klein. Die Weinkarte auch. Der kulinarische Zauber beginnt mit dem frischen selbst gebackenen Brot aus Hartweizenmehl und setzt sich fort mit einer spontanen Reise nach Apulien. Gibt es ein würdigeres Reiseziel als eine Region die Mozzarella mit Sahne und Butter füllt? Die Burrata im Maselli ist die Beste die ich je ausserhalb Italiens gegessen habe. (Gerardo will mir seine Bezugsquelle nicht nennen, der Schuft!)
Ich glaube es waren dann die leicht pikanten Polipetti in Umido die mich direkt in die Hafengassen von Bari (das ist die apulische Hauptstadt) teletransportiert haben. Das einfachste Gericht auf der Karte, ein lauwarm serviertes Saubohnenpüree, ist in seiner zarten Schlichtheit perfekt. Damit habe ich auch schon die drei Speisen genannt die ich IMMER im Maselli bestelle. Habe ich schon gesagt, dass man seinen Lieblingsgerichten beim Lieblingsitaliener treu sein muss?

Je nach Lust und Laune bestelle ich dann weiter: Die apulische Zampina, eine aufgespießte Wurstschnecke, lässt sich Gerardo eigens bei einem Berliner Metzger aus Kalbsfleisch, getrockneten Tomaten und Pecorino produzieren. Auf die Focaccia Barese kommen Cacciocavallo, Pecorino, Kirschtomaten und Oliven.

Demnächst gibt es auch eine Pizza. Das hat Gerardo mir versprochen und jeder der diesen Blog schonmal gelesen hat, weiss wie essentiell Pizza für ein glückliches Dasein auf Erden sein kann. Soviel sei verraten, mehr weiß ich auch noch nicht: Die Pizza im Maselli wird mit dem apulischen grano arso Mehl gebacken werden, ein Mehl aus geröstetem Hartweizen. Das ist ein guter Grund meinen Lieblingsitaliener bald wieder zu besuchen!

Ristorante Maselli
Nostitzstraße 49,
10961 Berlin, Deutschland
+49 30 69004363
http://www.maselliristorante.de/

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Plötzlich Kochbuchautorin

Ja, ich gestehe: ich habe meinen Blog vernachlässigt. Grob vernachlässigt! Aber ich hatte einen guten Grund. Wirklich! Ich habe nämlich ein Kochbuch geschrieben. Und es ist sogar schon veröffentlicht. Während der letzten Phase des Schreibens war es mir leider aber hoffentlich verständlicherweise unmöglich, an etwas anderes zu denken, geschweige denn etwas anderes zu schreiben. Es musste ja schliesslich fertig werden. Und jetzt ist es da! Hurrah! Es ist natürlich wunderschön. Toll bebildert und ganz nett geschrieben.

Das Buch heißt:
Die Stadt kocht. Berlin-Der Sommer
Und ist ab jetzt im Handel und unter www.diestadtkocht.de erhältlich!

Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung:

Der Fotograf Florian Bolk und die Gastronomieberaterin Cathrin Brandes sind die Autoren des zweiten Bandes von „Die Stadt kocht. Berlin“ einem umfangreich bebilderten, kulinarischen Genussführer durch die deutsche Hauptstadt.

Das Buch
Der soeben erschienene Band mit dem Titel „Die Stadt kocht. Berlin – Der Sommer“ ist weit mehr als ein Kochbuch. Über 40 Köche, Bartender, Sommeliers, Eismanufakturen und Feinkosthändler der Hauptstadt werden porträti-
ert, ihre Rezepte und Empfehlungen bebildert. Es ist ein Porträt des sommerlichen Berlins und seiner brodelnden Foodszene, ein Genussführer zu den aufregendsten Köchen der Stadt, eine Liebeserklärung an den Berliner Sommer und eine Hommage an die kulinarische Wandlungsfähigkeit Berlins.

In vier Kapitel aufgeteilt, bietet das Buch vier jahreszeitliche Momentaufnahmen: Stadtgarten – von Gärten, Freiheit & Gemüse / Berliner Luft – von Spielräumen, Himmelfahrten & Autonomen / Feuer & Flamme – von Grillanzündern, Flammenwerfern & Fetischisten / Am Wasser gebaut – von Dampfern, Fischen & Kombüsen
Im fünften Kapitel werden Berliner Händler und Kooperationspartner mit Ihren kulinarischen Statements vorgestellt. Prominente Unterstützung kommt von der Designerin Esther Perbandt, dem Radiomoderator Robert Skuppin, den
Schauspielern Susanne Bormann und Maxim Mehmet und dem Kabarettist Murat Topal.

Die Idee
Und was passiert jetzt in Berlin im Sommer? Die warme Jahreszeit verwebt die Stadt mit seinem Umland. Branden- burgs Wiesen, Felder, Seen und Wälder werden zu den Hauptlieferanten der wachen und kreativen Köche der Hauptstadt. Die Wiederentdeckung von Wildkräutern und seltenen Gemüsesorten sorgt für grüne Abwechslung auf den Tellern. Fisch und Fleisch geben in vielen Küchen ihre gewohnten Hauptrollen ab, dürfen aber nur mitspielen, solange sie aus der Region kommen.
Berlin ist mittlerweile aufgestiegen in den Rang einer gastronomisch durch und durch interessanten Stadt. Eine Stadt mit vielschichtigen kulinarischen Parallelwelten, die erforscht, erlebt und genossen werden wollen. Viele Sterne schmücken das kulinarische Firmament und auf den Straßen fahren die Food Trucks. Dazwischen ist viel Platz für
neue Konzepte und gute kulinarische Ideen.

Die Macher
Der Fotograf Florian Bolk ist der Gründer vom Le Schicken Verlag und hat schon zahlreiche Kochbücher mitproduz- iert. Für die Buchreihe „Die Stadt kocht“ hat der Kenner der Szene den kulinarischen Sommer Berlins mit seiner Kamera eingefangen und Newcomer, Sterneköche, Street-Food Anbieter, Aussteiger, Einsteiger und Abenteurer inszeniert und porträtiert.
Die Autorin Cathrin Brandes ist selbst Teil der Foodszene der Hauptstadt. Sie schreibt nicht nur darüber, sie gestaltet sie mit. Sie hat den Beruf als Rechtsanwältin an den Nagel gehängt und ist jetzt Gastronomieberaterin, Food-Blog- gerin, Slow Foodie, Gründerin des Speisenklubs Neukölln und der foodXchange Berlin, Genuss-Botschafterin und Krautbraut.
Für ihre erste Zusammenarbeit zu diesem Buch sind die beiden mit den Köchen, Bartendern und Eisproduzenten der Hauptstadt auf die Dächer gestiegen, um die Häuser gezogen, über Baustellen gestolpert, durch Gärten gestreift und übers Wasser gefahren. Und natürlich waren sie in ihren Küchen zu Gast. Sie haben fotografiert, probiert, diskutiert,
gelacht und zugehört. Das Ergebnis ist nun im Buchhandel und auf der verlagseigenen Homepage zu erwerben.

Die Stadt kocht. Berlin – Der Sommer
192 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3-95642-003-0
VK: 19,95 Euro
Erhältlich im gut sortierten Buchhandel oder unter http://www.diestadtkocht.de
Rezensionsexemplare und Bildmaterial unter info@le-schicken.de

Die kulinarischen Trends für 2014 – die ultimative Prognose!

Über den Tellerrand schauen macht Spaß! Nachdem ich mit meinen Trendprognosen für 2013 gar nicht so schlecht lag, mache ich mich frisch und ermutigt ans Werk und fasse die kulinarischen Trends für 2014 zusammen. Trends die hier und da in der Luft liegen und solche, die mir mein Bauch eingibt. Für Euch gesammelt und bewertet. Ein bisschen Wunschdenken ist auch mit dabei!

Länderküchen:

Noch immer gilt: die eigene Küche rules! Bei uns also die deutsche in allen regionalen Facetten, traditionell wie von Oma oder neu, jung und wild interpretiert.

International gesehen ist Skandinavien fast schon durch. Japan beyond Sushi hält sich. Ramen! Mexico geht noch, inwieweit der weltweite Trend zu Peru und Chile in 2014 hier richtig ankommt, bleibt weiterhin abzuwarten. Nur ceviche hat den Durchbruch geschafft.

Brasilien ist mit zwei großen Sportevents in den kommenden Jahren bestimmt auch kulinarisch ein Thema. Aus Asien bleibt Korea und dann hatte ich für 2013 noch die Philippinen prognostiziert. Das war vielleicht etwas gewagt, mal sehen.

Themen:

Vegan und raw bleiben, bleiben und bleiben. Auch in 2014.

Begleitet von einem Trend zu gezielt gescoutetem Fleisch regionaler Nutztierrassen. Das Schwein ist wieder zurück: als Wollschwein, als Buntes Bentheimer, als Iberico… Richtig alte Kühe können gar nicht früh genug sterben, so begehrt ist ihr Fleisch mittlerweile. Vor allem die aus NordWestSpanien. Frage: wenn eine Kuh 12 Jahre alt geworden ist, muss man ihr Fleisch dann noch endlos dry agen?

Farm to table hat immer noch sehr viel Potential. Das ganze Thema regionale, nachhaltige und solidarische Landwirtschaft rückt erfreulicherweise in den Fokus. Landwirte, Erzeugergemeinschaften und Züchter bekommen viel Aufmerksamkeit. Hier wären mehr medientaugliche Identifikationsfiguren á la Dieter, pardon Max Moor gefragt. Nicht „Bauer sucht Frau“ ist das Motto sondern „Bauer sucht Land“. Dank Slow Food vergessen wir trotz nachhaltigem Bewusstsein den Genuss nicht.

Fisch ist eigentlich ein dramatisches Thema. Wegen der Überfischung nimmt gottseidank der Wunsch nach  nachhaltig gefangenen oder gezüchteten Fisch zu. Sich schnell vermehrende und daher bislang als „billig“ eher abgewertete Fischarten wie Sardinen, Makrelen und Heringe werden wiederentdeckt.

Ach und dieser Paleo-Quatsch!? Wir vertragen alle keine Körner, weil wir als Neanderthaler auch keine Körner gegessen haben. Mmmh.. Deswegen ist die Menschheit auch vom Aussterben bedroht. Hat sich seitdem wir alle Jäger und Sammler waren auch gar nicht so richtig entwickelt… Das führt mich im übrigen weiter zu Insekten, die ja eine enorme Proteinquelle sein sollen. Ich schrecke vor wenig zurück. Aber Insekten finde ich eklig. Neulich habe ich meine erste Heuschrecke gegessen immerhin. Ich hoffe das ist kein Anzeichen für einen Trend..

Und dann sind da noch diese Hybride: Cronut, Ramen Buger, Crookie…. Die schamlose Vermengung beliebter Lebensmittel. Interessant. Und auch ein bisschen pervers..

Gastrotrends:

Einmachen! Selbermachen! Ketchup, Saucen, Konfitüren, Sauerteigbrot, Senf, Pickles… Räuchern und Pökeln: Schinken, Pastrami, Fisch, Braten….

Ganz groß im Anrollen: Fermentation. Kraut, Gemüse, Kefir, ALLES!

Snacks/Tapas bleiben. No Choice kommt. From nose to tail wird ergänzt durch from root to stalk. Auch Möhrenkraut und Kohlrabiblätter schmecken gut! Einen eigenen Garten zu haben ist weiterhin für jeden Gastronomen Trumpf!

Gutes Geflügel (Huhn, Perlhuhn, Poularde…) schafft es zurück auf die Speisenkarte. Artgerechte Haltung und regionale nachvollziehbare Herkunft mit einer guten Geschichte statt eklige Käfighaltung überzeugen den Gast auch vom notwendigen Preisniveau.

Weinkarten bleiben klein, individuell und sympathisch. Auch hier geht der Trend zu Kooperationen mit Winzern. Weinbegleitung bleibt. Getränkebegleitung insgesamt. Auch mit Tees, Smoothies und Säften.

Food Trucks , Slow Fast Food und Street Food sind da. Pop ups und Dinner Clubs sind eigentlich durch. Food Events sind da! Street Food Markets, Food Flash Mobs, Mega Picknicks, Food Awards, Food Festivals…

Ach und Sterneköche hören auf Sterneköche zu sein, weil sie lieber was anderes machen…. Tschüss Michelin.

Zutaten:

Kürbis und Ingwer sind durch!! Chili auch. Schokolade fängt an durch zu sein. Quinoa, Tapioka, Süsskartoffel haben ihren Zenit überschritten. Topinambur ist spätestens nächstes Jahr auch durch.

Blumenkohl bekommt eine neue Chance und wird sie nutzen! Grünkohl ist der neue Wirsing. Omas Wurzelgemüse ist immer noch im Trend (Pastinaken, Sellerie) auch als Rohkost. Maronen, Pilze. Frische Kräuter, Wildkräuter, Blüten. Farne, komische Beeren und Algen bleiben. Insgesamt alles was gesammelt werden kann/muss.

Gerne genommen: Wild, Innereien, Markknochen, Maismehl, Hanf, Nüsse….

Schweinebauch ist entsetzlich lecker, aber es kann ihn bald keiner mehr sehen, geschweige denn essen. Vor allem nicht wenn er confiert ist. Gebratener Bacon ist anderorts geradezu nirgendwo wegzudenken, auch aus Cocktails und Süssspeisen nicht, Crazy USA!

Lebensmittelhandel:

Brot und Kuchen. Handgemacht ohne Zusatzstoffe. Aus Sauerteig. Juhuu Cupcakes, Popcakes und Macarons sind vorbei!!! Pies kommen. Französische Patisserie. Nordic bakery bleibt ein Nebentrend.

Wieder mehr Spezialisierung im Handel. Rückbesinnung auf das Handwerk. Kommen die Metzgereien und Käsereien zurück? WURST und KÄSE. Handwerklich hergestellt. In USA erobern tätowierte Butcher (m/w) die Herzen der Fleischliebhaber. Gemeinsam Schlachten kommt vor gemeinsam Kochen. Nicht nur für Männer. In Deutschland kämpfen die Fleischerinnungen um den Nachwuchs.. Fazit: Die Fleischerinnung muss sich neu erfinden. Deren Logo will sich auch wirklich niemand tätowieren lassen….

Märkte. Wochenmärkte, Bauernmärkte, Themenmärkte.

Getränke:

Oops, hier hatte ich für 2013 das Bier übersehen. CRAFT BEER ist da! Rasend schnell ist es über uns gekommen. Das wird spannend.

Der Trend zum naturbelassenen Wein findet entgegen meinen Hoffnungen für 2013 kein schnelles Ende. Im Gegenteil. Vins naturels sind voll im Anmarsch. Ich bin da nur bedingt eine Freundin. Aber bitte. Man muss ja nicht alles mitmachen.

Rose verabschiedet sich noch nicht ganz. Sauvignon blanc geht. Chardonnay winkt aus seiner Verbannung.  Autochtone Reben sind überall schon da. Hierulande werden nostalgische Trauben entdeckt: Sylvaner, Scheurebe, blauer Portugieser, gelber Muskateller.. Frankreich kommt zurück!  Burgund ist das neue Bordeaux und Cotes du Rhone das neue Burgund. Der Languedoc das neue Cotes du Rhone. Jeder sollte ein kleine Champagnerhaus kennen.

Vermouth ist gekommen, hat aber noch ne Weile Potential. Sherry kommt in großen Schritten. Mit Portwein im Gepäck.  Aperol ist nun wirklich vorbei. Campari geht tatsächlich wieder.

Cocktails mit handgemachten Zutaten bleiben und wachsen. Kleine Spirituosen-Marken kommen. Auch bei Gin & Wodka. Die sind aber auch bald durch. Mehr Gin Auswahl wird langsam unerträglich. Dann kommt Rum wieder, wetten?

Disclaimer:

Hab ich was vergessen? Übersehen? Ganz bestimmt! Wenn Ihr Lust habt schreibt es mir.

Für Gastronomen,  Lebensmittelhändler und Lebensmittelproduzenten erstelle ich individuelle Prognosen und berate ggf.  zu einer Neuausrichtung der Speisenkarte, des Angebots oder des Produkts inkl. Marketing und Pressearbeit.

Mehr unter http://www.tidbits.de

Viel leckeren Spaß in 2014!

Burger in der Bullerei von Tim Mälzer

Neulich, es ist wirklich schon eine Weile her, da war ich mal in Hamburg. Ich war auf der Internorga, der Gastrovision, dem angeblich innovativen Branchentreff für Visionäre, und der Gastropremium Night, ein lustiger Abend der Selbstbeweihräucherung für Gastronomen. Und weil ich schon mal da war, bin ich auch im schönen Hamburg rumgerannt, habe Fotos gemacht ( http://www.fotoklubneukoelln.wordpress.com ) und eine kleine Hafenrundfahrt und das ein oder andere gegessen. Weil jeder mittlerweile weiss, das ich so gerne Burger esse, hat man mich zum Mittagessen in die Bullerei geschick. Die Bullerei ist das inzwischen nicht mehr ganz sooo neue Restaurant von Tim Mälzer und einem Partner.

Gegen Fernsehköche verspüre ich ja eine milde bis heftige Abneigung, je nachdem wie sehr sie sich für die Show verbiegen. Am schlimmsten finde ich die wilden Köche, an denen die Tatoos aussehen wie Abziehbilder und deren Punkfrisuren und/oder Gesichtsbehaarung nichts aber auch gar nichts gegen ihr spießiges Aussehen und Auftreten ausrichten können. Im Rahmen meiner Abneigungsskala hege ich für Tim Mälzer fast noch eine leichte Sympathie. Immerhin hat er zugegeben wie hart ihm das ganze hohle Kochshowbusiness zugesetzt hat. Dazu gehört eine gewissen Größe oder eine große Verzweiflung. Beides sympathisch.

Nun hat er da also in Hamburg diese Bullerei aufgemacht und ich bin burgerhungrig hin. In den zum Restaurant umgebauten historischen Viehhallen wird verständlicherweise viel Fleisch serviert. Tagsüber im sog. Deli ist der Burger eines der prominentesten Gerichte auf der Speisenkarte. Laut Karte ist das Hackfleisch vom Landwerthof, der liegt im Nordosten Deutschlands, am Greifswalder Bodden, gegenüber von Rügen. Dort leben Rinder und Schweine in Freilandhaltung und wenn ihre Zeit gekommen ist, werden sie vor Ort möglichst stresslos geschlachtet und verarbeitet. Ich war dort auch schon. Die Anlage vom Landwerthof mit Hofladen und Restaurant und Garten liegt in Stahlbrode und ist sehr großzügig und merkwürdig aseptisch. Es ist alles gut geplant, aber emotionslos. Mich lässt die Anlage kalt. Und ich habe dort leider den schlechtesten Burger meines Lebens gegessen. Dazu vielleicht ein andermal mehr. Jetzt zurück nach Hamburg.

Die Bullerei mag ich sofort. Das Gebäude hat ein gutes Karma, die Einrichtung im verwahrlosten Industrie/Loft/CoolerHamburg Stil ist bis ins letzte Omazuckerdosendetail gelungen und das karobehemdete Personal ist sehr freundlich. Dann bestelle ich ein Astra und ein Hamburger. Der Laden ist voll mit jung und alt, Einheimischen und Touristen, aber ich muss auf beides nicht lange warten. Das Astra ist ein Astra und der Burger ist ein Burger. Aber während ich beim Astra natürlich keine Beilage erwartet habe, irritiert es mich beim Burger ihn so quasi nackt auf einem großen Teller serviert zu bekommen. Da fehlt schon optisch was. Ich bin enttäuscht. Gar keine Pommes? Ein Blick zurück in die Karte bestätigt mir. Sie stehen nicht drauf. Trotzdem bin ich enttäuscht. Darüber denke ich jetzt ein bisschen nach. Denn ich bin nicht enttäuscht, weil ich sie essen möchte, sondern weil ich sie liegen lassen möchte. Ein bis zwei hätte ich probiert, vielleicht auch wenig mehr, um mich zu vergewissern, dass sie gut sind. Dann hätte ich sie mit einem Seufzen nicht weiter angerührt und meinen Burger im guten Gewissen genossen, dass ich ja die Pommes liegen lasse. Ja, so funktioniert meine Essenspsyche. Wahrscheinlich bin ich gar nichtmal so alleine damit. Nun liegt also nur der Burger auf meinem großen Teller und ich weiß, ich werde ihn aufessen.

Im Zuge dieses ganzen lobenswerten Burgertrends mit guten Buns, herkunftsausgewiesenen Patties und anderen schicken Zutaten entstehen ja mittlerweile Burger, die zwar toll komponiert aber unmöglich zu essen sind. Der Burger in der Bullerei ist gut bestückt mit Tomaten, Farmersalat und Cheddar aber man kann sich trauen, ihn in die Hand zu nehmen. Das macht ihn sympathisch. Dennoch bin ich in Hamburg und nicht in Neukölln und deswegen nehme ich Messer und Gabel zur Hand. Ein bisschen schmälert das den Spass. Ich mag die Bullerei und ich will auch den Burger mögen. das gelingt mir aber nicht ganz. Das Brötchen ist gut, die Saucen stimmen, der Käse ist geschmolzen. ABER. Das (oder ist es der?) Patty stimmt nicht. Es ist sehr sehr durch und irgendwie knulpsig. Ihr wisst schon. Kleine Bröckchen bieten zu großen Widerstand zwischen den Zähnen. Schade ist das. Gerade in einem Laden, der so großen Wert aufs Fleisch legt. Da geht noch was! Na ja, die Bullerei mag ich ja. Beim nächsten mal probiere ich die Currywurst.

To beef or not to beef – in Schöneberg

Es gibt Lokale, die haben ein schlechtes Karma. Alle zwei, spätestens drei Jahre eröffnet in ihren Räumen ein neues Lokal, daß vorhersehbar nach zwei, manchmal schon nach einem Jahr wieder schließt. Dann stehen die Räumlichkeiten einen Weile leer, bis sich ein neuer unweigerlich unglücklicher Gastwirt findet, der sie anmietet.

Man kann nicht immer genau sagen, woher das schlechte Karma kommt. Ist es der unsympathisch wirkende Eingang? Die niedrige Decke? Die komische Raumaufteilung? Oder doch nur die schon wieder schreckliche Speisenkarte auf der sich Eisbergsalat mit Dosenmais und Feta neben paniertem Schweineschnitzel mit Pommes tummelt? Ein konzeptloser Inder folgt dem konzeptlosem Italiener der mal ein Grieche war.

Nur ein guter gastronomischer Wurf, gepaart mit Mut und Fantasie, basierend auf einem interessantem Konzept kann es schaffen, das gastronomische Unglück solcher Lokale zu durchbrechen.

Das nicht mehr ganz ganz brandneue To beef or not to beef hat es in der Akazienstraße 3 hoffentlich geschafft.

Es ist ein italienisches Restaurant. Eigentlich. Aber keine Pizza, keine Pasta nirgends. Fleisch, es geht um Fleisch. Um Rindfleisch, der Name sagt es schon. Und mit diesem originellen Konzept ist man schon in aller Munde und vor allem in der Presse. Das gutes Rindfleisch auch aus Italien kommen kann, ist Hierzulande auf der Bewusstseinsskala nicht allzuweit oben.

Klar gibt es in Italien Kühe. Die müssen ja auch den Parmesan machen für die Pasta und die Mozzarella für die Pizza. Aber gutes Rindfleisch ist bislang gefühlt eher in Italien geblieben, für den genußreichen Verzehr der glücklichen Italiener. Damit ist jetzt Schluss!

In dem bislang karmatechnisch glücklosen Räumen in der Akazienstraße weht ein frischer Wind und er trägt den Duft frisch gegrillten Rindfleischs in unsere Nasen. Ein bisschen Schwein ist auch dabei.

Bistecca alla fiorentina entpuppt sich als ein gegrilltes T-Bone Steak, ganz im Trend der neuen Fleischkultur. Und Panzanese ist ein Stück aus dem Schenkelinnerem, sehr zart, sehr saftig. Natürlich vom biologisch und artgerecht gehaltenen Rind aus der Toskana. Der Lieferant ist die Antica Macelleria Cecchini ein altehrwürdiger Fleischerbetrieb, den Jamie Olivier natürlich auch schon entdeckt hat.

Meine reizende Begleitung wählt einen der Burger, ja einen quasi italienischen Burger! Aus dem Land der Slow Food Bewegung! Das Burgerbrötchen lässt wie so oft auch bei ambitionierten Burgern ein bisschen zu wünschen übrig und ist auf der pappigen Seite, aber sonst hätte mamma mia wohl nix zu meckern. Sfatig, gut gewürzt, gute Sauce, gute Pommes.

Preislich bewegt sich das Ganze in einem angemessenen Rahmen, nicht günstig, aber ok. Die Bedienung ist freundlich, das Publikum unangestrengt schönebergerisch.

Auch räumlich habe die italienischen Inhaber viel bewegt. Die Decken sind zwar immer noch niedrig, aber die Einrichtung ist Großstadt, ist Berlin und lässt das schlechte Karma vergangener Tage vergessen. Also: Bravo!


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Auberge Maréchal Ney – irgendwie französisch

Freunde der französischen Küche werden mir sicher widersprechen, wenn ich behaupte, dass diese irgendwie (merke: bewusstes Einsetzen von irgendwie!) out ist. Klassiker sind nie out, werde ich zu hören bekommen.
Das stimmt auch, irgendwie (merke: zum zweitenmal bewusstes Einsetzen von irgendwie). Trenchcoats kann man z.B. auch immer tragen und wenn die richtig getragen werden, sehen sie auch immer gut aus. Es gibt aber Jahre da sieht man mehr Trenchcoats als sonst
und in der Vogue werden sie vielleicht alle 10 Jahre mal gehypt. Dazwischen ist es still um den Trenchcoat, genauso wie es gerade still um die französische Küche ist. Der Aufschwung der hypermodernen spanischen Küche hat den französischen Klassikern
schon zu schaffen gemacht und sie einiges an internationaler Aufmerksamkeit gekostet.
Freunde der französischen Küche werden sagen, wo es bergab geht, geht es auch wieder bergauf. Und recht haben sie! Irgendwie (merke:…). Denn es kommt die Zeit, in der man sich vom modernen SchnickSchnack abwendet und sich zurückbesinnt auf die Klassiker. Die Zeit ist nah. Vielleicht irgendwie () auch schon da.
Jedenfalls hat in Berlin Mitte dieses Jahr ein französisches Restaurant aufgemacht und das ist schon lange nicht mehr passiert. Und es wird auch gut besprochen.Als Geheimtipp gar!  Also nichts wie hin. Reizenderweise werde ich zum Abendessen eingeladen. 
Das Restaurant heisst Auberge Maréchal Ney und das stimmt mich irgendwie! misstrauisch. In Frankreich mag der Name eines von Napoleons Generälen für ein Restaurant nicht weiter auffällig sein. In Berlin wirkt der Name etwas schräg. So toll war es ja nicht von Napoleon bekriegt zu werden. Nun gut. Preußen ist ja auch schon länger vorbei.
Ich fahre also nach Mitte und bin zu früh (passiert mir selten). Da ich ohnehin früh verabredet war (damit der Abend schön lang ist), bin ich der erste Gast. Ich betrete das leere Lokal und bin spontan und augenblicklich bestürzt. Eigentlich möchte ich sofort wieder gehen. Habe ich mich irgendwie() geirrt?
Schon lange hat mich kein Lokal von seiner Einrichtung her so abgeschreckt wie die Auberge Maréchal Ney. Ich bin wirklich nicht gerne vernichtend, aber hier stimmt gar nichts! Zu hell erleuchtete uncharmante Räume eingerichtet mit klobigem neuen Holzmobiliar. Die Wände im Standardvanillegelb mit lieblos unzusammenhängenden Stuckreliefs dekoriert. Dazwischen vereinsamte Wandlampen und auf antik getrimmte Deckenleuchten. Eine merkwürdige Holzbar im Hintergrund. Wenn ich nicht verabredet gewesen wäre, ich wäre gegangen. Ja, so dramatisch. Da ich aber verabredet bin, setze ich mich erstmal an den kleinen Tisch vor dem Lokal und trinke ein Bier und warte. Meine reizende Begleitung kommt und versichert mir, das essen werde mich für alles entschädigen. Gottseidank!
Nach dem Studium der kleinen Speisenkarte, die sich wirklich nett und vielversprechend liest, entscheide ich mich für zwei Vorspeisen: die Bouillabaisse und eine Blutwust auf Sauerkraut. Meine reizende Begleitung wählt Jakobsmuscheln in Chilibutter und Seeteufel mit Reis und Spinat.
Wir bekommen einen Brotkorb mit sehr sehr gutem Brot und einen sehr ordentlichen Sauvignon Blanc von der Loire zum sympathischen Flaschenpreis von 20,00 €.  Meine Bouillabaisse wird getrennt serviert. Das heisst der Fisch liegt getrennt von der Brühe auf einem Teller. Das ist vielleicht schick, aber irgendwie unnötig. Zumal sich ziemlich schnell herausstellt,
dass die Suppenschüssel zu klein ist, um auch nur ein Viertel der Fischstücke zu fassen. Also wird der Fisch auf dem Teller kalt während ich versuche, immer gleichmässig Brühe und Fisch zu mir zu nehmen. Komplex das Ganze! Die dazu gereichte Rouille ist ganz wunderbar, aber angesichts der erfreulichen Menge an Fisch irgendwie zuwenig. Fazit: geschmacklich gut
und auch reichlich, aber in der Darreichung zu anstrengend und unausgewogen.
Die Jakobsmuscheln in Chilibutter meiner reizenden Begleitung schmecken wie mittelmäßig frische Jakobsmuscheln in mittelmäßig scharfer Chilibutter eben schmecken. No surprise there.
Meine Blutwurst kommt auf Sauerkraut mit ein paar konfierten Trauben daher und wird interessanterweise mit einer Art Remoulade (oder soll es gar eine Bernaise sein?) serviert. Die Blutwurst stammt aus dem Restaurant Zander und ist sehr fein. Fein von der Farce her und fein im Geschmack. 
Auch das Sauerkraut macht nichts falsch, dezente Säure, die Trauben passen gut. Die Remoulade/Bernaise ist ein bisschen heftig schwer dazu, aber insgesamt auch nicht verkehrt. Den Seeteufel meiner reizenden Begleitung probiere ich nicht, ich bin zu sehr mit meiner Blutwurst beschäftigt. Sie ist aber sehr zufrieden.
Ein Gang auf die Toilette offenbart diverse weitere Einrichtungmalheurs. Ich will gar nicht weiter draufrumreiten. Das ist wirklich schade! Denn die Küche hätte prinzipiell Potential, wenn sie sich ein bisschen mehr zutrauen würde auf dem Weg weg vom Klassischen. Aber so hats mich irgendwie nicht überzeugt.
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Gute Steaks & nackte Fussballer auf der Damentoilette – Weinstube Garage in Berlin Wilmersdorf

Sex sells! Und die nackte Wahrheit ist: es fehlen noch 600 Views damit Berlin Tidbits die 120.000 Views-Marke knackt. Da sind mir doch auch die billigeren Tricks recht. Und als ich vergangene Woche kurz vor dem Steakverzehr dieses herrliche Foto auf der Damentoilette von der Weinstube Garage entdeckt habe, habe ich gnadenlos zugeschlagen. Fussball ist ja auch bald wieder Hauptgesprächsthema…

Ob die fürsorglichen Betreiber der Garage die Herrentoilette mit ebenso wunderbarem Bildmaterial ausgestattet haben? Das konnte an dem Abend nicht mehr aufgeklärt werden, denn ich war in reizender Damenbegleitung. Aus ihrem Munde hatte ich schon mehrfach Positives über die Garage gehört, denn es handelt sich sozusagen um ihr Stammlokal. Um so lieber habe ich den Ausflug nach Wilmersdorf unternommen (sehr weit weg von Neukölln). Denn gleich zwei der wenigen Weisheiten die ich in meinem Leben gewonnen habe, hängen mit Stammlokalen zusammen.

Die eine besagt, daß man Stammlokalen von wirklich guten Freunden in der Regel Vertrauen kann. Sollte das mal nicht zutreffen, greift man auf die zweite Erkenntnis zurück: Stammlokale sagen IMMER etwas über die Persönlichkeit des Stammbesuchers aus. Die Frage ist nur, was…?

Die Garage ist jedenfalls ein sehr vertrauenswürdiges Stammlokal. Sie vereint definitiv alle die aus meiner Sicht notwendigen vertrauensbildenden Eigenschaften, die es rechtfertigen, einen gastronomischen Betrieb in allen Lebenslagen aufsuchen zu können:

a) Es ist nicht fancy. Nur ein Lokal, dass in der Lage ist alle möglichen Moden zu überdauern, kann in die engere Auswahl kommen. Wie sonst sollte man es über Jahre hinweg besuchen können?

b) Die Inhaber zeigen ihr Gesicht. Sie kochen selbst, oder sie bedienen selbst und sie prägen das Ambiente durch ihre Persönlichkeit. Im Laufe der Jahre lernt man sich und die persönlichen Skurrilitäten kennen.Wie sonst könnte man Freundschaft mit einem Lokal schliessen?

c) Die Räumlichkeiten und das Dekor sind solide, angenehm und persönlich. Schließlich will man hier mit Freunden, Eltern und Kollegen hin. Von unterschiedlichen Männern ganz zu Schweigen.

d) Man ist immer willkommen. In einer Lebenskrise sitzt man verheult in einer Ecke, isst sein Lieblingsgericht und trinkt zuviel Wein. Und wenn alles super ist, feiert man im kleinen Schwarzen mit Champagner.

e) Eine Nachbarschaftslage ist eigentlich Voraussetzung. Am Besten ist, wenn man zu Fuss hinkann (s.o.). Anderes ist nur durch Umzug und wohlverdiente Treue zu rechtfertigen.

f) Last but not least!!!! Man isst immer gut und nicht überteuert und ein Teil der Speisekarte wechselt wöchentlich. Das Lieblingsgericht (s.o.) ist immer da. Aber langweilen will man sich ja auch nicht.

Ich habe sofort verstanden, warum die Garage das Stammlokal meiner reizenden Begleiterin ist. Die beiden passen gut zusammen und das Arrangement bekommt ziemlich schnell meinen Segen. Sehr sympathisch fand ich die gut sortierte Weinkarte mit den wirklich freundschaftlichen Preisen. Wir tranken eine Flasche Mâcon Village / Labaume Ainé & Fils / Frankreich, Mâconnais für wenig mehr als 20 €!

Dass mein Steak sehr zart war und perfekt rare gegart war dann fast nur noch Formsache. Der Salat dazu hätte ein bisschen aufregender sein können. Aber so sindse die Stammlokale. Solide, nicht aufregend. Das Ossobucco meiner Begleitung war auch perfekt mürbe und die tomatige Sauce sehr fruchtig.

Eine ganz reizende, eines jeden Stammlokals würdige Geste: es gibt ein kleines Gläschen Nachtisch aufs Haus. Sweet!

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